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(c) Pester Lloyd / 20 - 2010  BUDAPEST 17.05.2010

 

Längst volljährig

20 Jahre Deutsche Schule Budapest

Die Deutsche Schule Budapest, bestehend aus einer Grundschule und dem Thomas Mann Gymnasium, bildet derzeit 450 ungarische und deutsche Schüler aus, die nach deutschen Lehrplänen sowohl den Haupt- und Realschulabschluss, als auch das deutsche und ungarische Abitur erwerben können. Am vergangenen Samstag feierte die Schule den zwanzigsten Jahrestag ihrer Gründung.

Zu diesem Anlass luden Schulleiter Klaus Eberl, sowie der Vorsitzende des Stiftungrats Prof. Dr. Stefan Okruch zu einem Festakt in der Aula des Schulgebäudes. Nach einleitenden Worten zur Gründung der Schule nur ein Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer (es gab jedoch auch schon vor dem Krieg eine (reichs)deutsche Schule in Budapest), begrüßte Schuldirektor Klaus Eberl die vielen hochrangigen Gäste und Redner des Abends. Die kulturellen und politischen Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland, sowie die Geschichte der Deutschen Schule Budapest bildeten den zentralen Inhalt der Redebeiträge.

Dass die Entwicklung der Schule stets mit den politischen Beziehungen beider Länder verknüpft war, wurde auch in den Wortbeiträgen der anderen Gäste deutlich. Zoltán Balogh, Fidesz Abgeordneter und Leiter der Kommission für Menschenrechte im  ungarischen Parlament, sprach von einer großen Leistung der Deutschen Schule Budapest für das gewachsene Verständnis zwischen Ungarn, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er äußerte tiefe Dankbarkeit für den gemeinsam gegangenen Weg und die gegenseitige kulturelle Bereicherung der Menschen unterschiedlicher Herkunft im täglichen Leben.

Auf den Umstand, dass dieser Weg nicht ohne Schwierigkeiten verlief und der Erfolg dieser deutsch-ungarischen Begegnungschule über die Jahre nie selbstverständlich war, verwies auch der ungarische Staatssekretär für Kultur und Bildung Prof. Dr. Károly Manherz. Er hob die erfolgreiche Entwicklung des „Experiments Deutsche Schule Budapest“ als ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit und des gemeinsamen Willens aller Beteiligten hervor. Darüber hinaus sicherte Manherz der Schule auch regierungsunabhängig weitere politische Unterstützung zu.

Für das Ministerium für Kultur, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg,  (neben der Bundesrepublik Deutschland, Ungarn und der Stadt Budapest ist Baden-Württemberg ein Träger der Schule) sprach Ministerialrätin Frau Dr. Reinhild Otte. Als Ursprungsland der Donau fühle sich Baden Württemberg in besonderer Weise den Anrainerstaaten verbunden. Daher sei die Weiterentwicklung der Donauregion besonders in Sachen Wissenschaft und Bildung eine wichtige Aufgabe der nächsten Jahre.

Darüber dass sich auch die Deutsche Schule Budapest für die kommenden Jahre auf einem richtigen Weg befindet, herrschte bei allen Gästen Einigkeit. Im Anschluss an das, durch künstlerische Beiträge von Schülern aufgelockerte Programm, fand der Tag in einem Schulfest feierlichen Ausklang.

Gregor Schemmel

Einen weiterführenden Beitrag zur Deutschen Schule Budapest “Thomas Mann”. Lerninhalten, Schulgebühren etc. finden Sie hier

 

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