(c) Pester Lloyd / 42 – 2009 WIRTSCHAFT 14.10.2009
13 Millionen für Salami-Herz von Ungarn
12,9 Millionen EUR oder 3.5 Milliarden Forint lautet der Ausrufungspreis auf der großen Auktion für Ungarns führende, aber leider insolvente, Dauerwürste, die der Insolvenzverwalter bald abhalten will. Die Hälfte davon bildet die Marke samt patentierten Rezepten des Betriebes mit einer Tradition von 120 Jahren. Die andere Hälfte machen die Gebäude und Maschinen aus sowie ein kleiner Rest von nun gut abgehangener Altware. Es wurde gleich klargestellt, dass alles nur im Gesamtpaket zu haben ist. Zwei Interessenten dürften sich um die Wurst streiten. Einerseits der slowakische Finanzinvestor Penta, der durch mehrere Zukäufe bereits der drittgrößte Fleisch- und Wurstverarbeiter in Ungarn geworden ist sowie der unternehmungslustige Chef von Ungarns größter Bank, OTP, Sándor Csányi, der mit Pick bereits den anderen namhaften Salamihersteller des Landes über eine Beteiligung besitzt. Angeblich will sich auch eine Gruppe deutscher Kaufleute um Herz bemühen, möchte aber vorerst anonym bleiben.
Quarkriegel statt Goldbarren
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