(c) Pester Lloyd / 47 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Streiks bei Budapester Nahverkehr im Dezember
16.11.2009 · Nachrichten&
nbsp; 20.11.2009 _______________________________________________________
Streiks bei Budapester Verkehrsbetrieben im Dezember
Im Dezember könnte es zu umfassenden Streiks bei den Budapester Verkehrsbetrieben BKV kommen. Nach Auskunft eines Vertreters der zuständigen Gewerkschaftsförderation stehen die Verhandlung für einen neuen Tarifvertrag mit dern Arbeitgebern nicht sonderlich gut. Außerdem fordern die Arbeitnehmervertreter die Zusage zu einer staatlichen Bürgschaft für einen Kredit von rund 30 Milliarden Forint, ohne den ab Januar der Geschäftsbetrieb der BKV nicht aufrecht erhalten werden kann, wie die Gewerkschaft behauptet.
Ministerpräsident Gordon Bajnai hatte die Zustimmung zu einer Staatsgarantie von einem gründlichen „Turn around“ abhängig gemacht. Die BKV war durch etliche Skandale mit überhöhten und unrechtmäßigen Abfindungen und Lohnfortzahlungen an gefeuerte Manager und Abteilungsleiter in den letzten Monaten immer wieder in den Schlagzeilen. Über der Affäre zerbrach u.a. auch die Koalition aus MSZP und SZDSZ im Budapester Stadtparlament. Genaue Angaben zu den geplanten Streiks machte die Gewerkschaft noch nicht, sagte aber, dass es ihr sehr ernst damit sei.
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Nullrunde bei Renten in Ungarn
16.11.2009 · Nachrichten&
nbsp; 20.11.2009 _______________________________________________________
Nullrunde bei Renten in Ungarn
Die Rentenzahlung aus der staatlichen Rentenversicherung in Ungarn steigen im Januar um 4,1%, also um die Höhe der für 2010 prognostizierten Inflation. Das verkündete Arbeits- und Sozialiminister László Herczog am Donnerstag. Durchschnittlich bedeutet das ein Plus von 3.450 Forint (12,90 EUR) pro Rentner und Monat. So lange das Wirtschaftswachstum des Landes unter 3% bleibt, werden die Renten nicht real erhöht. Sollte die Inflation dann aber noch höher ausfallen, schauen die Rentner in die Röhre. Die mutmaßliche Inflationsanpassung schlägt sich im Staatshaushalt von 2010 insgesamt mit 110 Milliarden Forint (nach heutigem Kurs etwa 411 Mio EUR) nieder. Ungarn hat ca. 2,7 Mio Rentner, bei knapp über 10 Millionen Einwohnern.
Die Händlerinnen von den Haltestellen: Altersarmut und Lebenswille in Ungarn
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Bajnai bei FAO-Konferenz in Rom
17.11.2009 · Nachrichten
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Ungarischer Regierungschef “sprachlos” bei FAO-Konferenz in Rom
Ungarns Regierungschef Gordon Bajnai nahm am Montag an einer Konferenz der FAO, der UN-Organisation für Nahrung und Landwirtschaft in Rom teil. Dabei gab es „vielversprechende Gespräche“ über eine mögliche Vergrößerung des Budapester Büros der UN-Organisation, hieß es von seinem Sprecher. Selbst sprechen konnte Bajnai bei der Konferenz jedoch nicht, obwohl es vorgesehen war. Die Konferenz verzögerte sich durch lange Redebeiträge derart, dass der ungarische Regierungschef sein Flugzeug zu verpassen drohte. Er musste daher unverrichteter Dinge wieder abreisen, schaffte aber noch ein dreißigminütiges Treffen mit seinem italienischen Amtskollegen Silvio Berlusconi. Bajnai wünscht sich den Ausbau des FAO-Büros in Budapest von einem „regionalen Service Center “ hin zu einer Organisationsstruktur die „weltweit“ aktiv werden könne. Das FAO-Büro zog 2007 aus Rom nach Budapest um.
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CBA gründet Diskont-Kette "Cent"
17.11.2009 · Wirtschaft
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CBA gründet Diskont-Kette „Cent“ in Ungarn
CBA, die nach Filialen größte Lebensmittelkette in Ungarn, hat eine eigene so genannte „Soft Diskont“-Linie unter dem Namen „Cent“ aufgemacht. Ein erster Markt hat am 12. November in Mogyoród, einer Kleinstadt im Komitat Pest, eröffnet. CBA will insgesamt 150 bis 200 solcher „Cent“-Märkte, auch als Antwort auf den größer werdenden Druck ausländischer Diskont-Ketten, einführen und so seine Marktstellung sichern und ausbauen. Ein „Cent“-Betrieb soll mit einer Investition von umgerechnet ca. 1 Mio EUR auskommen und um die 15 Leute beschäftigen. Zum Angebot werden neben Lebensmitteln auch Haushaltswaren zählen. CBA ist allein schon eine Ausnahme auf dem ungarischen Markt, weil es die einzige maßgebliche Kette ist, die in ungarischen Händen ist. CBA verfügt über 3.300 Standorte und 1.500 Franchise-Partner. Die Umsätze betragen über 2 Milliarden Euro pro Jahr.
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Magyar Telekom verkauft Bulgarien-Tochter
17.11.2009 · Wirtschaft
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Ungarische Telekom verkauft Bulgarien – Tochter
Es ist zwar nur ein kleines Geschäft, aber doch ei strategischer Rückzug. Die Magyar Telekom, Tochter der Deutschen Telekom, hat ihre bulgarische Tochter Orbitel an die Firma Spectrum Ned für 5 Millionen EUR verkauft. „Magyar Telekom hat sich dafür entschieden, sich aus dem bulgarischen Einzelkundengeschäft zurückzuziehen und sich auf lukrativere Geschäftsfelder zu fokussieren.“, teilte das Unternehmen in einer Pflichtmeldung mit. Abgeschlossen kann der Handel allerdings vermutlich erst Ende März 2010, weil dazu die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden notwendig wird. Orbitel bietet in Bulgarien Festnetztelefonie und Internetanschlüsse an. Der Umsatz für 2009 wird mit ungefähr 10 Millionen EUR, das Vorsteuerergebnis mit 1 Mio EUR erwartet.
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Neo FM und Class Radio starten in Ungarn
17.11.2009 · Wirtschaft
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Neo FM und Class Radio starten in Ungarn
Aus der umstrittenen Vergabe der Frequenzen, auf denen heute noch die Sender Sláger und Danubius senden, sind die Konsortien Advenio und Est Media Group als Sieger hervorgegangen. Auch wenn die unterlegenen Parteien ihre Ansprüche nun vor Gericht verteidigen wollen , schaffen die Gewinner bereits Fakten und wollen schon diese Woche auf Sendung gehen. Mit Antenna Hungária dem führenden Dientleister für die technischen Senderleistungen für terrestrischen Rundfunk haben beide entsprechende Verträge abgeschlossen. Advenio wird seinen Sender Class Radio nennen, dafür zahlt das Unternehmen bis 2011 jährlich 700 Mio Forint (ca. 2,6 Mio EUR), danach dann 200 Mio Forint und 55% des Umsatzes aus dem Radiobetrieb. Die Est Media Gruppe hat einen ähnlichen Vertrag ausgehandelt. Für ihren neuen Sender Neo FM sollen bis 2011 jährlich jedoch nur 355 Mio Forint fällig werden, danach dann ebenfalls 200 Mio Forint und 50% der Werbeeinnahmen. MTI meldet, dass beide Sender beereits am 19. November starten werden.
Fortsetzung einer Radioposse in Ungarn
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