(c) Pester Lloyd / 1 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Junge Talente und etablierte Bühnenstars vom 4.-6. Januar im Palast der Künste, Budapest
01.01.2010 · Kultur
„Das Ziel der Jazzschaufenster ist es, ungarische Jazztalente mit europäischen und amerikanischen Autoritäten zusammen zu bringen, um uns zu zeigen, was für exzellente Musiker die neue Generation des ungarischen Jazz repräsentieren.“ So bewirbt der Palast der Künste sein „Jazzschaufenster“, das Anfang Januar drei hochkarätige Konzerte bietet. Am 4. Januar 20:00: Dresch Mihály Quartet Mihály Dresch – Sopran- und Tenorsaxophon, Miklós Lukács – Zimbal, Mátyás Szandai – Kontrabass, István Baló – Schlagzeug
5. Januar, 20:00: Babos Project Special Gyula Babos – Gitarre, Mónika Veress – Gesang, Róbert Szakcsi Lakatos – Klavier, Keyboards, Viktor Hárs – Kontrabass, László Balogh – Schlagzeug
6. Januar, 20:00: Szakcsi Trio featuring Gábor Bolla Béla Szakcsi Lakatos – Klavier, Gábor Bolla – Sopran- und Tenorsaxophon, János Egri – Kontrabass, Emil Jellinek – Schlagzeug
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Das Gold der Thrakier in Nagykanizsa
01.01.2010 · Kultur
Das Gold der Thrakier in Nagykanizsa
Goldschätze aus den Ruinen des versunkenen Seuthopolis, einer Metropole der geheimnisumwitterten Thrakier werden im Plakat-Museum in Nagykanizsa, südwestlich des Balatons gezeigt.
Die Funde stammen aus einer Grabung von vor sechzig Jahren in Bulgarien, bei der Seuthopolis wiederentdeckt und erforscht wurde. Möglich wird diese Ausstellung nur durch zusätzliche Garantien und Bürgschaften seitens der Lokalbehörden und des Finanz- wie Kulturministeriums. Nagykanizsa ist die Partnerstadt von Kazanlak, die sich unweit der Ruinen von Seuthopolis befindet.
Die Stücke sind nämlich erstmals außerhalb Bulgariens zu sehen. Bis Mitte Februar hat man in Nagykanizsa Gelegenheit dazu. Insgesamt werden 50 Objekte aus dem 5. bis 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung gezeigt, darunter die goldene Totenmaske des Thraker-Königs Seuthes III., weiterhin eine lebensgroße Bronzebüste, goldene Ringe und Behälter aus edlen Materialien. Um der Ausstellung das passende Flair zu verleihen, wurde die Kopie einer Grabkammer angefertigt. Dazu gibt es einen kleinen Ausstellungsführer, auch in englischer Sprache, da man neben vielen einheimischen auch Besucher aus Kroatien, Slowenien und Österreich anzuziehen hofft. Quelle: Mult-kor.hu
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Polen: Kandidiert Tusk um Präsidentenamt?
04.01.2010 · Politik
Abzug aus Afghanistan binnen zwei Jahren
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk will sich bis März entscheiden haben, ob er bei den Präsidentschaftswahlen im September antritt.
Er halte sich keineswegs für den einzig geeignten Kandidaten für das Amt, sagte er und nannte seinen Außenminister Radoslaw Sikorski, den Präsidenten des Senates Komorowski und weitere Politiker als mögliche Alternativen. Viele glauben aber, dass die Nennungen nur ein taktisches Ablenkungsmanöver darstellen, um am Ende doch direkt gegen den amtierenden Präsidenten Lech Kaczynski anzutreten und zu versuchen, den zweiten der Zwillingsbrüder aus seinem Amt zu vertreiben. Die Meinungsumfragen räumen ihm dazu durchaus hohe Chancen ein, höhere zumindest als vor vier Jahren. Am Neujahrstag verkündete Außenminister Sikorski in Bydgoszcz den Abzug der polnischen Truppen aus Afghanistan binnen zwei Jahren an. Er sagte, dass man die Anstrengungen in der Polizeiausbildung erhöhen werde, so dass die neue Polizei ihre Aufgaben bald selbst erfüllen kann. Derzeit sind rund 2.000 polnische Soldaten in der Provinz Ghanzi stationiert, bis April werden nochmals rund 600 hinzu kommen. Die Missionen im Irak, Libanon, in Syrien und im Tschad hatte das Land bereits beendet.
Slowakei – Tschechien – Ungarn – Polen
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Russland übernimmt Donbass Holding und damit auch Dunaferr in Ungarn
06.01.2010 · Wirtschaft
Russland übernimmt ukrainische Donbass- Holding und damit auch Dunaferr in Ungarn
Nach einer Meldung des ungarischen Wirtschaftsportals portfolio.hu, hat die staatliche russische Bank Vneshekonombank (VEB) die führende private Industrieholding des Donbass-Beckens, Industrialij Sojus Donbassa, übernommen. Der Megadeal kam zu Stande, da die drei privaten Haupteigentümer massive Verbindlichkeiten bei der russischen und auch anderen Banken drückten. Mit der Übernahme von Donbass erwirbt Russland neben den größten metallurgischen Fabriken der Ukraine auch die ungarische Dunaferr in Dunaújváros, die sich bis kürzlich in einem Insolvenzverfahren befand sowie die polnische Hütte Huta Czestochowa. Über den Preis wurde offiziell Stillschweigen verieinbart, wie überhaupt der, auch in seinen politischen Ausmaßen sensationelle Deal, bisher weitgehend unter der Decke gehalten wurde. Kolportiert werden rund 1,5 Mrd. USD. – Am 17. Januar werden in der Ukraine Präsidentenwahlen abgehalten, man fürchtet bei zu viel Publicity negative Einflüsse auf die russlandfreundlichen Kandidaten. Die VEB ist übrigens auch Eigentümer der Malév und der Aeroflot, Premier Putin, so Portfolio.hu, ist selbst Aufsichtsratsvorsitzender der staatlich kontrollierten Bank.
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Pécs erwartet 1 Million Gäste
06.01.2010 · Kultur
Kulturhauptstadt
Nach den offiziellen Statements der Organisatoren ist Pécs für die amtliche Eröffnung des Kulturhauptstadt-Jahres 2010 am kommenden Sonntag gerüstet. Csaba Rúzsa, der Projektmanager der Veranstaltungen, erwartet in diesem Jahr mehr als eine Millionen Besucher in der Stadt, was rund ein Viertel mehr wäre als in der Saison 2007/2008. Entgegen anderer Verlautbarungen und Recherchen, seien auch die „Rekonstruktionsprojekte“ im Plan, es gäbe weder größere Bauverzögerungen noch Finanzierungslücken. Sowohl das Zsolnay Quartier als auch die Museumsstraße und die große Ausstellungsfläche werden alle im Juni, so wie geplant, eröffnen können. Die meisten Gäste werden natürlich aus Ungarn selbst erwartet, doch man macht sich auch Hoffnungen, etliche Gäste aus den Nachbarländern sowie darüber hinaus vor allem Deutschland, Frankreich und den BeNeLux-Staaten anzuziehen. Als einige Highlights der ersten Monate nannte Rúzsa das Fringe Festival im April, eine Art Talent-Such-Show, die Europe Mania, eine Serie von Popkonzerten, das Theaterfestival im Mai und die PanBalkan Art, ein öffentliches Kunstprojekt.
Ein ausführlicher Bericht folgt am Wochenende auf diesen Seiten
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Neue Tarife bei Ungarischer Post
06.01.2010 · Wirtschaft
Seit Anfang Januar gelten auch bei der Ungarischen Post neue Tarife. Im Durchschnitt steigen die Preise für Briefe, Päckchen und Pakete sowie sonstige Dienstleistungen um 4,9% und damit um ein Prozentpunkt mehr als die erwartete Jahresinflation. Standardbriefe bis 30 Gramm kosten nun 80 statt vorher 75 Forint (ca. 30 Cent), bis 50 Gramm schlagen mit 110 statt 105 HUF zu Buche. Die Zustellung eines Einschreibens kostet ab sofort 290 Forint, mit Rückschein 355 Forint (+25 HUF), Werbesendungen unter 30 Gramm kosten dann 80 Forint, bis 50 Framm 110 Forint. Standardpakete unter 20 Kilogramm kosten in Zukunft 990 Forint (ca. 3,70 EUR).
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