(c) Pester Lloyd / 1 – 2011 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Suzuki Ungarn ruft 125.000 Autos zurück
03.01.2011 · Nachrichten
Das ungarische Suzuiki Werk in Esztergom muss bis zu 125.000 Fahrzeuge der Modellreihe Swift von 1997 bis 2000, also durchaus schon betagte Fahrzeuge, zurückrufen, weil Teile des Stoßdämpfers abfallen und sogar ohne Aufprall gefährlich splittern könnten. Das Problem sei durch einen einfachen Austausch der ungarischen Stoßdämpfer durch ein japanisches Fabrikat möglich, allerdings müssten die Fahrzeuge dazu eine Werkstatt anfahren. Der zweistündige Eingriff und das Ersatzteil würden von Suzuki bezahlt. Allein in Ungarn könnten davon bis zu 124.735 Fahrzeuge betroffen sein, schätzt eine Unternehmenssprecherin ein. Mit der Maßnahme wolle Suzuki sein Bekenntniss zu Sicherheit und Qualität vertiefen, das Problem habe – soweit man weiß – bisher keinen Personenschaden nach sich gezogen. Die schadhaften Teile stammten von einem Zulieferer, der bereits seit einigen Jahren insolvent ist. Die Kosten für Suzuki für diese Aktion könnten sich auf rund 5 Milliarden Forint, knapp 20 Mio EUR, belaufen.
Drohender Milliardenverlust im Fall BKV – Alstom
04.01.2011 · Nachrichten
Drohender Milliardenverlust für Budapest im Fall BKV – Alstom
Der Regierungskommissar für die Budgetaufsicht, Gyula Budai, hat auf Anfrage des Budapester Bürgermeisters István Tarlós die Untersuchung eines im Jahre 2006 geschlossenen Vertrags zwischen den Budapester Verkehrsbetrieben (BKV) und dem Hersteller der Metrofahrzeuge, Alstom eingeleitet. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass der ungarischen Regierung ein Verlust von mehr als 30 Mrd. Forint (ca. 107 Mio. Euro) bevorstehen könnte. Das französische Unternehmen Alstom, dessen Liefervertrag für U-Bahn-Karosserien an die Budapester Metro vor kurzem gekündigt wurde, kündigte an, in Frankreich gerichtliche Schritte gegen die BKV einleiten zu wollen, da diese eine Bürgschaft von 37 Milliarden Forint (ca. 133 Mio. Euro), welche im Vertrag festgesetzt worden war, nicht erfüllen konnten. Die Bürgschaft liegt seitdem auf Eis. Der Geschäftsführer der BKV, Istvan Kocsics, kündigte den Vertrag zur Bereitstellung von Zügen durch Alstom zum 20. Oktober, nachdem es dem französischen Unternehmen misslungen war, eine Genehmigung der ungarischen Verkehrsbehörde für die Nutzung seiner Metropolis-Züge auf der zweiten sowie der neuen, vierten Budapester U-Bahnlinie zu erhalten. Mehr dazu: http://www.pesterlloyd.net/2010_46/46alstomklage/46alstomklage.html
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren




