(c) Pester Lloyd / 15 – 2013 NACHRICHTEN 09.04.2013
Die "Beliebtheits"-Werte ungarischer Spitzenpolitiker grundeln weiter in beschämender Tiefe. Nur 29% aller Wahlberechtigten halten, nach einer aktuellen Umfrage des Institutes Medián, Premier Viktor Orbán, für die richtige Person für den Posten des Regierungschefs. Allerdings bedeutet dieser Wert immernoch die uneingeschränkte Führung, erst 13 Prozentpunkte dahinter landet Ex-Premier Gordon Bajnai, Chef der neuen Mitte-Links-Wahlallianz "Gemeinsam 2014", nur 16% wünschen sich ihn als Premier. Allerdings hat er damit – zumindest bei Medián – nur ein halbes Jahr nach seiner Rückkehr in die Politik bereits den bisherigen "Oppositionsführer" MSZP-Chef Mesterházy hinter sich gelassen, den nur 9% aller Wahlberechtigten an der Spitze der Regierung sehen wollen, übrigens gleich viel bzw. wenig wie den Chef der neonazistischen Partei Jobbik, Vona. Ex-Premier Gyurcsány wird von 4% des Wahlvolkes für "kanzlerabel" gehalten
Auch innerhalb der demokratischen Opposition (also Fidesz und Jobbik herausgerechnet) empfiehlt sich Bajnai mit 41% Zustimmung deutlich als Spitzenkandidat einer vereinigten Anti-Orbán-Front, Mesterházy kommt auf 28 (Ein anderes Institut (Nezöpont) sieht Mesterházy und Bajnai eher in einem Kopf-an-Kopf-Rennen), Gyurcsány auf 13%. Stünden nur Orbán oder Bajnai (Foto oben) zur Wahl, ging die Sache knapp zu Gunsten des Amtsinhabers aus, nämlich 32:28, träte Mesterházy allein gegen Orbán an, würde letzterer mit 11 Punkten vorne liegen. Die Umfrage ist insofern interessant, da in der Sonntagsfrage die MSZP klar vor „Gemeinsam 2014“ liegt, also über eine größere Stammwählerschaft verfügt, Bajnai aber als Persönlichkeit klar mehr punkten kann. Allerdings könnten nach den derzeitigen Werten nicht einmal beide Parteien zusammen Fidesz ablösen, das, auch Dank eines weiter getunten Wahlrechtes 2014 eine weitere Zweidrittelmehrheit ansteuert. red.
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