(c) Pester Lloyd / 15 – 2011 BUDAPEST 12.04.2011
Kein „Men only“ mehr im Király Bad in Budapest
Das wunderschöne türkische „Königsbad“ in Budapest (Király fürdö), eines der ältesten noch in Betrieb befindlichen in Ungarn überhaupt, steckt in finanziellen Schwierigkeiten, wie viele vergleichbare Einrichtungen. Der stetig klamme Betreiber Budapest Gyógyfürdoi és Hévizei Zrt. hat nun eine Reihe von Veränderungen im Betrieb angekündigt, die ab Mai wirksam werden. Rückansicht des Király-Bades im Moschee-Look aus dem 16. Jh., der Vorbau unten ist neoklassizistisch.
Dazu gehören ausgedehntere Öffnungszeiten, nun täglich von sieben Uhr morgens bis 19 Uhr abends, reine Frauen- oder Männertage, für die das Bad bekannt und „berüchtigt“ war, wird es zukünftig nicht mehr geben. Bisher waren nut zwei Tage in der Woche für alle Geschlechter freigegeben. Besonders positiv: die Preise für die Tageskarten werden gesenkt, um eine bessere Auslastung zu erreichen. Inklusive Spint kostet das Ticket dann nur noch 2.200 statt 2.500 Forint. Das Király hat im letzten Jahr ein Defizit von 50 Mio. Forint (fast 190.000 EUR). Das Bad ist eine absolute Sehenswürdigkeit. Erbaut wurde es Mitte des 16. Jahrhunderts vom damaligen osmanischen Statthalter von Buda und verfügt über drei Thermalbecken, die besonders zur Linderung von Gelenkschmerzen sowie natürlich für das allgemeine Wohlbefinden empfohlen werden. Auch das Rudas-Bad öffnete nach 70 Jahren exklusiver „Männerwirtschaft“ vor einigen Jahren – zunächst probeweise – für die Damenwelt und für Kinder.
Mehr Bäder in Budapest: Das Gellért Bad und Hotel http://www.pesterlloyd.net/budapest2009/gellert/gellert.html Das Lukács-Bad (Authentizität im Badeanzug) Das Rudas-Bad http://www.pesterlloyd.net/budapest2009/rudasbad/rudasbad.html Das Széchenyi-Bad (Das Széchenyi Bad: Flagschiff einer speziellen Budapester Stadtkultur) Freibäder in und um Budapest http://www.pesterlloyd.net/budapest2009/freibad/freibad.html
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