Bogotá. Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien erschüttert und laut einer ersten Schätzung eines privaten Unternehmens Milliardenschäden verursacht, wie Präsident Abelardo de la Espriella mitteilte. Das Epizentrum lag in Kolumbien. Die Gesamtschäden in den betroffenen Regionen im Westen des Landes belaufen sich nach dieser Schätzung auf etwa 30 Billionen Pesos, was ungefähr 8,3 Milliarden Euro entspricht, wie de la Espriella in einer Videoansprache mitteilte. An Gebäuden entstanden laut ihm Schäden in Höhe von etwa 24,5 Billionen Pesos (etwa 6,8 Milliarden Euro), während die Infrastruktur Schäden von 5,5 Billionen Pesos (etwa 1,5 Milliarden Euro) erlitt. Knapp 27.000 Wohnhäuser seien demnach zerstört, mehr als 120.000 seien beschädigt worden.
Der erst seit eineinhalb Wochen amtierende Präsident Abelardo de la Espriella teilte die Schätzungen in einer Videoansprache mit und sagte: „Stellen Sie sich das Ausmaß der Katastrophe vor“.
Popstar Shakira will nach dem schweren Erdbeben in ihrem Heimatland Kolumbien finanzielle Hilfe für den Wiederaufbau zerstörter Schulen leisten. Gemeinsam mit dem US-Philanthropen Howard Buffett besuchte sie das schwer betroffene Departamento Choco an der Pazifikküste. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,4 am 10. August wurden laut ORF mehr als 2.800 Schulen im ganzen Land beschädigt, viele davon in Choco, wo vorwiegend eine afrokolumbianische und indigene Bevölkerung lebt.
Quellen: ORF
Photo: World Central Kitchen / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
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