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Proteste gegen Schließung von ungarisch-deutschem Biohof in Ungarn

(c) Pester Lloyd / 45 – 2013 NACHRICHTEN 05.11.2013

Rund 100 Anwohner sowie Aktivisten mehrere NGO´s, darunter auch Greenpeace Ungarn, protestierten am Montag auf einem Biohof in Kishantos (bei Dunaújváros) gegen einen Beschluss des Staatlichen Bodenamtes, das den langjährigen Pachtvertrag mit dem Biohof nicht verlängern wird, um das staatseigene Land, aufgeteilt in zehn kleinere Parzellen neu zu vergeben. Der Biobetrieb ist nach Angaben von Greenpeace ein landesweit einzigartiges „Beispiel für ökologischen, nachhaltigen Landbau. Greenpeace habe die Unterstützungerklärungen von über 100 NGO´s sowie rund 6.000 Bürgern gesammelt. Betreiber und NGO´s erklärten das Gelände für besetzt (Foto).

Diesen Betrieb zum Aufgeben zu zwingen, um obskure Bewerber Land zuzuschanzen (von den Vergaben profitierten bisher überwiegend Fidesz-Funktionäre und deren „Umfeld“m hier ein Beispiel aus einem Naturschutzgebiet ), sei ökonomisch und ökologisch kontraproduktiv, widerspricht der eigenen Regierungsmaßgabe der Förderung des ländlichen Raumes und der naturnahen Bewirtschaftung und sei zudem politisch bedenklich. Denn das „Kishantos Ländliche Entwicklungszentrum“, so der Name des Betreibers, ist ein Gemeinschaftsprojekt von deutschen und ungarischen Regierungsstrukturen, das vor 15 Jahren ins Leben gerufen wurde, um die höchstmöglichen Standards für Biolandbau zu entwickeln und zu lehren. Eine Kunsthandwerks und Biobauschule ist dem Betrieb angeschlossen und eigenfinanziert. Die Einmischung der deutschen Regierung, in persona des Botschafters, wäre hier also angebracht.

Die Betreiber der Farm verweigerten die Räumung zu Ende Oktober und klagten gegen die Aufhebung der Verträge (bzw. hält man die zur Unterzeichnung vorgelegten neuen Verträge mit unerfüllbaren Bedingungen für nicht rechtens). Inzwischen sei die Neuausschreibung von 452 Hektar bereits durch das Staatsamt abgewickelt, dass aber die Namen der Gewinner wieder einmal erst nennen will, wenn sie schon Besitz vom Land ergriffen haben. Insgesamt geht es um Flächen von rund 9.0000 Hektar.

Englischer Aufruf: Save Kishantos! http://www.kishantos.hu/english-k26.html red.

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