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Logistiker-Albtraum EKAER: Alle Transporte in Ungarn sind jetzt registrierungspflichtig

(c) Pester Lloyd / 02 – 2015 NACHRICHTEN 07.01.2015

Aufgrund zahlreicher Nachfragen von Lesern, hier eine nützliche dt. Zusammenfassung der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer DUIHK zum Thema EKÁER mit vielen Details und Verweisen (pdf)

Den in Ungarn tätigen Fracht- und Logistikunternehmen stehen dieser Tage – einmal mehr – die Haare zu Berge. Der Grund dafür heißt: EKAER. Unter diesem Kürzel verbirgt sich seit 1. Januar 2015 eine Meldepflicht für alle (kommerziellen) Warentransporte mit LkW über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.

Das führende ungarische Transportunternehmen des Wáberer György bekommt es ebenfalls mit viel Bürokratie zu tun, allerdings wird das durch generöse Aufträge kompensiert. Einfach so steht heute keiner auf der Liste der reichsten Ungarn… Das bedeutet in der Praxis: Jeder Transport in Ungarn benötigt vor seinem Start eine beim Finanzamt abzurufende Identifikationsnummer, die EKAER-Nummer, deren Fehlen zu empfindlichen Geldstrafen führt. Diese Nummer wird aber nicht so ohne weiteres vergeben, sondern bedarf jedesmal der Übermittlung einer ganzen Reihe von Dokumenten zur Fracht.

Für Transportunternehmen, gerade für solche die, wie z.B. in der Autoindustrie, in schneller Tacktung aber flexibel und just in time Belieferungen durchführen müssten ist das „ein Albtraum“, wie uns ein Logistiker aus Györ am Telefon berichtet. Er verstehe ja, dass das Finanzamt auf diese Weise die „Mehrwertsteuerkarusselle“ eindämmen wolle, allerdings sei die Methode wirkungslos, denn Betrüger würden ihre Waren ohnehin falsch oder gar nicht deklarieren. Die Bürokratie führe nun dazu, dass Transporte innerhalb Ungarns bürokratisch aufwendiger seien als die internationale Frachtabwicklung, was perspektivisch klar als Wettbewerbsnachteil für das Land einzustufen ist. red.

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