(c) Pester Lloyd / 15 – 2017 NACHRICHTEN& 10.04.2017
nbsp; 10.04.2017
Wie berichtet , hat Orbáns üppig mit staatlichen Fördergeldern belieferte Hofhistorikerin Mária Schmidt im Dezember die traditionsreiche Wochenzeitung Figyelö übernommen. Die Geschichtsrevisionistin erklärte damals, dass sie das „große Wissen, dass das Magazin angehäuft hat … qualitätvoll, moderat und fair“ nutzen, um die namhafte Publikation zu retten, die seit Jahren in ökonomischen Schwierigkeiten war.
Die Direktorin des „Haus des Terrors“, des “Haus der Schicksale” sowie einiger „Stiftungen“ mit Milliarden-Subventionen scheint das „große Wissen“ bei genaurerer Betrachtung doch nicht so hoch einzuschätzen, denn das riesige Online-Archiv der Zeitung wurde jetzt aus dem Netz genommen. Bereits zuvor „säuberte“ Schmidt die Redaktion und setzte mit Tamás Lánczi vom Fidesz-Think-Tank Századvég und dem korrupten Fidesz-Abgeordneten László L. Simon, zwei Orbán-Propagandisten der hohen Schule auf die Chefredakteursposten.
Die Archivbeiträge der Figyelö sind, „Neuland“ sei Dank, immer noch über das Internet-Archiv https://archive.org abrufbar. Die Löschung von dort ist technisch und rechtlich nicht so leicht möglich, weil sich die Betreiber in den USA wenig um die Zensur- und Geschichtsfälschungsambitionen mittelosteuropäischer Lokaldiktatoren kümmern.
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