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Wahlumfrage Ungarn: Fidesz verliert an Rückhalt in Städten, Opposition stagniert

(c) Pester Lloyd / 21 – 2017 NACHRICHTEN& 22.05.2017

nbsp; 24.05.2017 , Jobbik stärker, Momentum für Momentum

Hinsichtlich der Wahlumfragen und Parteienpräferenzen bieten die ungarischen Institute derzeit ein buntes Allerlei an. Für Jeden ist etwas dabei. Orbán sei so beliebt wie nie, rechnen die Geldwaschmaschinen Századvég und Nézöpont vor, andere sehen die Jobbik-Neonazis im Aufstieg, wieder andere die Lage fast unverändert, maximal einen marginalen Abschlag für Orbáns Fidesz. Einig ist man sich lediglich darin, dass 33-35% gar keine Partei favorisieren und die demokratischen Oppositionsparteien auf niedrigstem Niveau stagnieren. Immerhin.

Parteienunterstützung hochgerechnet auf alle Wahlberechtigten

Einen weiteren Beitrag ans bunte Buffett der Demoskopie lieferte jetzt das Závecz Research-Institut eines ELTE-Professors, das als weitgehend seriös, also zumindest regierungsunabhängig gewertet werden kann. Jenes sieht massive Einbrüche bei der Unterstützung der Regierungspartei Fidesz. Laut einer repräsenatitven Umfrage zwischen dem 7. und 14. Mai sei die Unterstützung für Fidesz unter allen Wahlberechtigten im Raum Budapest um 8 Punkte, in anderen städtischen Strukturen um 9 Punkte zurückgegangen, – gleichzeitig legte dort – nein, nicht die demokratische Opposition, sondern die Neonazis im Kleidchen von Pfarrerstöchtern von der Jobbik um 6 Punkte zu.

Seiner Wählerbasis sicher sein, kann sich Orbán hingegen im ländlichen Raum – dort legte sie sogar nochmals zu – sowie im öffentlichen Dienst und bei Besserverdienern.

Sonntagsfrage im Drei-Monats-Vergleich

Insgesamt rutschte Fidesz in der Wählergunst binnen eines Monats um 2 Punkte auf 25% aller Wahlberechtigten, die MSZP bleibt unverändert bei 13%, während Jobbik um einen Punkt auf 12% klettert. Die DK changiert seit Monaten um die 4%, die LMP bei 3%, die neue Momentum-Bewegung kommt aus dem Stand auf den gleichen Wert von 3%, was beachtlich ist und – umgerechnet auf die zur Wahl entschlossenen, Chancen auf ein Überspringen der 5%-Hürde 2018 eröffnet, immerhin repräsentiert die Umfrage – interpoliert eine Wählerbasis von 250.000 Menschen, aufgebaut in nur drei Monaten und dominiert vor allem von Bürgern unter 40 Jahren.

Fidesz verfügt über eine stabile Zustimmung von 2 Mio. Stimmen, MSZP und Jobbik jeweils von rund 1 Mio. Stimmen, wobei Jobbiks Tendenz eher nach oben zeigt. Együtt hält bei 2% unter Allen, die Liberalen (MLP) sowie die Satire-Partei „des zweischwänzigen Hundes“ bei je 1%. Jene, die keine Partei nennen können oder wollen oder sich nicht nicht sicher sind, machen 34% aus, 2 Punkte weniger als im Vormonat, aber immer noch die relative Mehrheit.

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