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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 4/2009 (II)

(c) Pester Lloyd / 4 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

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20.01.2009 · Wirtschaft

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OTP dementiert Interesse an Malév

Seit die Malév 2006 in russischen Besitz überging, wusste niemand mehr so genau, wer jetzt welche Anteile an dem Konsortium um AirBridge des Oligarchen Boris Abramowitsch wirklich kontrolliert und besitzt. Nach allgemeiner Meinung dürfte die ehemalige Nationalairline – weiterhin tief defizitär – Ende Januar wieder einmal den Besitzer wechseln, höchstwahrscheinlich geht sie dann an den Hauptgläubiger des AirBridge-Konsortiums, die halbstaatliche russische Sber-Bank oder eine beauftragte Beteiligungsfirma, diese könnte auch die Aeroflot sein. Eine neue Version machte am Montag in der Wirtschaftszeitung Napi Gazdaság die Runde: die glaubt, die OTP-Bank könnte gemeinsam mit der MKB (Außenhandelsbank, im Besitz der Bayr. LB) einen Mehrheitsanteil an der Malév erwerben, sie also quasi repatriieren. OTP dementierte umgehend aber halbherzig und liess ausrichten, dass man kein Interesse an einem, Achtung: „direkten“ Erwerb habe. Dass sich eine Bank in Zeiten der Krise eine flügellahme Ente namens Malév anschafft, wäre auch ein sehr schlechtes Signal für Börsen und Märkte, spekuliert wird nun über eine Zwischenhändelerversion. Die Malév könnte die Anteile parken, um sie an einen Investor weiterzureichen – vorausgesetzt die Russen verlieren das Interesse.

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Ministrafen für Handelsriesen

20.01.2009 · Wirtschaft

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Ministrafen für Handelsriesen

Zuverlässig wie ein Krapfen zu Fasching erhalten alle paar Monate die großen Handelsketten in Ungarn ihre Strafzettel für unlautere Werbung. Diesmal wurde die Strafe an eine europäische Dreifaltigkeit aus Spar (D), Cora (F) und Tesco (GB) vergeben, letztere könnten beim Wettbewerbsamt bald ihre Treuepunkte in Kaffeetassen oder Schwimmflügel umtauschen. Hauptvorwurf: irreführende Werbung. Meist bieten die Handelsriesen in Flyer- und Plakataktionen bestimmte Sonderangebote an, um sie dann jedoch nur in zwergenhaften Mengen vorrätig zu haben. Die Strafen von 14 bzw. 10 Mio HUF (40.-50.000 EUR) kann an guten Tagen eine einzelne Filiale aus der Pfandkasse begleichen. Cora bekam einen extra Ordnungsgong, weil es die Kunden nicht darüber informiert hatte, dass man beim Kauf eines Fahrrades für die Garantieleistung extra zu löhnen habe.

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0904einkommen

21.01.2009 · Wirtschaft

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Realeinkommen in Ungarn vorerst zum letzten Mal gestiegen

Um bescheidene 0.9% stiegen die ungarischen Realeinkommen von Januar bis November 2008, teilt das Statistische Amt in Budapest mit. Demnach stiegen die Nettoeinkommen im genannten Zeitraum um 7,3%, die Inflation betruf 6,3%. Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen für einen Vollzeitjob lag danach bei rund 197.000 HUF (nach heutigem Kurs etwa 692 EUR), wobei der der Zuwachs in der Privatwirtschaft bei 9, im öffentlichen Dienst bei 7% lag, wo man im Schnitt ungefähr 5-7% mehr verdiente. Leicht über dem Schnitt wuchsen die Einkünfte im Handel, der Hotellerie und der Immobilienbranche. Netto verdiente „der“ Durchschnittsbürger 121.400 HUF im Monat (nach heutigem Kurs etwa 429 EUR), Arbeiter etwa 340, Angestellte um 520 EUR.

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21.01.2009 · Wirtschaft

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Perlos schliesst Produktion in Komárom

Perlos, finnischer Zulieferbetrieb der Telekommunikationsbranche, wird sein Werk in Komárom bis Juni 2009 schliessen, nur ein sogenannter „Service Hub“ mit rund 100 Mitarbeitern soll erhalten bleiben. Bereits im Dezember kündigte das Unternehmen die Halbierung seiner Mannschaft von 1.200 auf 600 Beschäftigte an. Dass 1999 eröffnete Werk sei angesichts der derzeitigen Auftragslage nicht mehr rentabel zu führen, hiess es dazu aus der Werksleitung.

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