(c) Pester Lloyd / 5 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
0905malev
24.01.2009 · Wirtschaft
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VEB Malév: Ungarische Fluglinie wechselt Besitzer
Die russische Fast-Staatsbank VEB stellt eine „strategische Partnerschaft“ mit der Aeroflot in Aussicht
Die monatelange Hängepartie der defizitären Fluglinie Malév scheint vorerst beendet zu sein. Über die staatliche russische Bank Wnescheconombank (VEB) erhält indirekt die russische Aeroflot die Möglichkeit einer strategischen Partnerschaft mit der Malév. VEB hat die Verbindlichkeiten des bisherigen Besitzers, der AirBridge von Boris Abramowitsch, fällig gestellt und somit die Mehrheit am Konsortium erlangt. Der stellvertretende russische Ministerpräsident Viktor Subkow teilte die Übernahme am Samstag persönlich in Budapest mit. Auch Ungarns Finanzminister János Veres nannte den Verkauf an VEB notwendig, “da der russische Geschäftsmann Boris Abramowitsch die bei der Privatisierung vereinbarten Bedingungen (Investitionen) nicht so erfüllt habe”. Man hofft, die Zukunft der Airline werde nun gesichert.
OTP dementiert Interesse an Malév
Dumm gelaufen, statt schön geflogen Die MALÉV wird nach einer rabenschwarzen Woche endgültig zur flügellahmen Ente…
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Mehr Geld auf unklompiziertere Weise – Förderungen
28.01.2009 · Wirtschaft
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Förderungen werden erhöht und vereinfacht
Ungarn – neue Förderbedingungen:
Seit Mitte Januar gelten modifizierte Förderbedingungen in Ungarn:
– Mit den Investitionen kann nach Fördereinreichung begonnen werden. Es braucht nicht auf den Fördervertrag gewartet werden.
– Großunternehmen können auch außerhalb von strukturschwachen Gebieten einreichen. – Es wird eine erste Tranche bei Förderzusage in Höhe von bis zu 40% ausbezahlt.
– Der Baukostenanteil kann jetzt wesentlich höher, nämlich bis zu 50% sein. – Generell werden die Förderintensitäten (Zuschussprozentsatz) angehoben.
Kosten sparen durch Förderungen
Die österreichsichen Bundesländer Wien, NÖ, Stmk, OÖ sind z.B. bereit, Projekte zur Internationalisierung großzügig zu unterstützen. Der nicht rückzahlbare Zuschuss beträgt in der Regel bis zu € 25.000. Der WWFF in Wien zahlt z.B. 50% der Kosten für die erstmalige Teilnahme an internationalen Fachmessen und Kongressen, aber auch Übersetzungskosten für die Produktion mehrsprachiger Publikationen, Kosten für ausländische Rechts-, Steuer- und Unternehmensberater, die Personalsuche und die Kosten für Produktregistrierungen und -zertifizierungen am Zielmarkt.
WWFF http://www.wwff.gv.at/wwff.aspx
ITD Hungary http://de.itdhungary.com/
M27 Beratergruppe zur Erschließung neuer Märkte www.m27.eu
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Ungarn beginnt Geothermie zu nutzen
28.01.2009 · Wirtschaft
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Geothermiekraftwerke binnen vier Jahren
Schon seit Jahren fordern Wissenschaftler die großartigen, aber brachliegenden geothermischen Gegebenheiten in Ungarn besser und häufiger für die Erzeugung von Energie einzusetzen.
Das Geothermieunternehmen Central European Geothermal Energy Ltd. (CEGE), will nun an verschiedenen Orten Ungarns entsprechende Investitionen zur Erschließung dieser sauberen Quellen tätigen. Insgesamt würden bis zu 10 Mrd. HUF (ca. 34 Mio EUR) investiert, es wird aber noch wenigstens vier Jahre dauern, bis die Geothermikraftwerke ihre Arbeit aufnehmen könnten.
CEGE ist ein Gemeinschaftsunternehmen der MOL, des isländischen Technologieführers enex und von Green Rock Energy International aus Austrialien. MOL hat sich demnach ausgewiesene Spezialisten für die Erkundung, Produktion und Vermarktung von geothermischer Energie ins Boot geholt. Neben der direkten Belieferung mit Erdwärme wird das Hauptaugenmerk auf die Erzeugung von Strom mit Hilfe von Thermalwasser.
Dazu benötigt man Wasser mit 110 bis 120 Grad, dass sich in Tiefen von bis zu 2.000 Meter befindet. Bereits 2002 gab es erste Versuche seitens der MOL Mitteleuropas erstes industrielles Geothermiekraftwerk zu errichten, doch die Erkundungen und Produktionkosten im Komitat Zala machten damals eine profitable Bewirtschaftung unmöglich.
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Ferieninsel Krk als Erdgas-Hub?
28.01.2009 · Wirtschaft
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Ferieninsel als Erdgasterminal?
Vergangenen Donnerstag traf Minsiterpräsident Ferenc Gyurcsány den Energieminister von Qatar, Abdullah Al Attiya, um über die Möglichkeiten der Lieferung von verflüssigtem Erdgas nach Europa zu beraten. Gyurcsány machte sich zu einem Kurztrip in die beiden Emirate Omar und Qatar auf, um die Energieabhängigkeit des Landes zu verringern, hiess es.
Qatar verfügt – neben Russland, Iran, Aserbaidshan und Norwegen – über die größten bekannten Erdgasreserven der Welt. Gyurcsány wurde von Managern und Spezialisten der MOL begleitet. Das Szenario sähe so aus, dass die Qatarer gemeinsam mit MOL, OMV und der INA auf der kroatischen Ferieninsel Krk ein Erdgasterminal errichten würden, von dort würde das Gas über Rijeka wieder per Pipelines (die auch noch errichtet werden müssten) weitergeleitet. Inwieweit die Ferienqualität der bei Urlaubern sehr beliebten Insel Krk darunter leiden würde, bleibt offen. Der Transport von Flüssiggas ist deutlich teurer als die Durchleitung in Pipelines.
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Ungarn schnprt 1 Billion-Forint-Paket
29.01.2009 · Politik
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Arbeitskosten runter, Mehrwertsteuer rauf
Ungarn verkündet 1-Billion-Forint-Paket
Die ungarische Regierung will die Steuer- und Abgabenlast für Arbeitnehmer und Arbeitgeber um 1 Billion Forint (rund 3,46 Mrd. EUR) verringern. Das verkündete Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány am Donnerstag bei einer außerordentlichen Sitzung des ungarischen Parlamentes.
Finanziert werden soll die Massnahme vor allem durch eine „moderate“ Anhebung der Mehrwertsteuer (sie war erst 2006 Jahren von 25 auf 20% gesenkt worden), die Aufhebung von Steuerausnahmen, die Kürzung von Sozialausgaben (ausgenommen werden sollen nur die Renten), Sparmassnahmen im öffentlichen Dienst und die Einführung einer „Reichensteuer“.
Vor allem die hohen Sozialabgaben auf den Bruttolohn der Arbeitnehmer verhinderten, dass mehr Jobs geschaffen würden, auch die 4%ige sogenannte Solidaritätssteuer solle fallen. Wann die Maßnahmen umgesetzt werden sollen, blieb noch offen, die erste Reaktion der (ehemaligen Koalitionspartner) Liberalen, deren Stimmen für eine parlamentarische Mehrheit benötigt werden, war verhalten positiv. Mehr dazu in Kürze.
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