(c) Pester Lloyd / 14 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Auchan eröffnete 12. Hypermarkt in Ungarn
28.03.2009 · Wirtschaft
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Auchan eröffnete 12. Hypermarkt in Ungarn
Der französische Handelskonzern Auchan hat am vergangenen Donnerstag seinen zwölften Standort in Ungarn eröffnet. An der M0 bei Maglód wurden auf 56 ha rund 8 Milliarden Forint investiert. Der Lebensmittelhändler will sein ungarisches Netzwerk auf 25-30 Objekte ausbauen, allerdings könnten aufgrund der momentan Krisensituation im Lande kaum zeitliche Voraussagen getroffen werden, wann dieses Ziel erfüllt werden wird, sagte Jean Paul Filliat, Chef von Auchan Ungarn. Der neue Hypermarkt umfasst eine Verkaufsfläche von 10.500 Quadratmeter und beschäftigt 350 Menschen.
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Schnäppchenjagd auf Pleiteautos
28.03.2009 · Wirtschaft
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Schnäppchenjagd auf Pleiteautos
25.000 bis 40.000 Autos werden in Ungarn jedes Jahr von Banken requiriert, weil die Käufer ihre Kredit- oder Leasingraten schuldig bleiben. Nun wird erstmals ein privates Unternehmen mit der Versteigerung dieser Fahrzeuge beauftragt. Der Chef der Firma EU Licit, die sich auf solche Auktionen spezialisiert hat, meint, dass Käufer auf diesen Versteigerungen Nachlässe von 10-20% gegenüber dem Originalpreis erzielen könnten. Bisher waren solche Versteigerungen eher Unternehmen vorbehalten, ab April sollen aber auch Privatpersonen zum Zuge kommen, rund 50-70 Fahrzeuge sollen wöchentlich an den Mann bzw. die Frau gebracht werden.
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0914boerse
28.03.2009 · Wirtschaft
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Spatzenrallye an CEE-Börsen
Dass die mittlere BUX-Rallye am Freitag mit einem Abwärts von 3,4% ein jähes Ende fand, wundert nur wenige. In Zeiten wie diesen nimmt man lieber kleine Gewinne mit, als in Hoffnung unterzugehen. Doch immerhin markierten die 11.178 Schlussergebnis ein deutlich angenehmeres Bild als der Krampf an der 10.000er Marke noch vor wenigen Wochen. Auf Wochensicht ergibt sich aber immer noch ein ganz erstaunlich positives Bild. (Veränderung in Prozent zum Freitag der Vorvorwoche): Danubius -0,13, Graphisoft -8,75, Pannonflax und Richter mit 0,44 bzw. 0,75 waren die einzigen Verlierer der Woche. Die größten Gewinner: Humet +14,3, FHB-Bank +8,8, Egis +6,4, OTP +12, Phylaxia +28, TV-Network +7,5.
Auch Prag und Warschau gaben zu Wochenschluss in etwa 1,5-2% nach, die Tschechen schaffte fast 8% Zugewinn innerhalb einer Woche. Hier flog der Gebrauchtwagenhändler AAA, der in vielen CEE-Ländern aktiv ist, mit 70% Plus praktisch davon. AAA hatte tolle Aussichten und einen überzeugenden Umstrukturierungsplan vorgelegt, die slowakische, aber deutsche Abwrackprämie hatten indes nur einen marginalen Einfluss auf die Verkaufszahlen, da AAA nicht so sehr im Billigstsegment fischt. Erste legte um 25% zu, Immobilienentwickler Orco um 21: Autos, Banken, Immobilien – alles Branchen, die zu den geprügelsten der letzten Monate gehörten, daher ist auch hier die meiste Luft nach oben. Man wird bald sehen, ob es frische oder heiße Luft war.
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0914bosch
28.03.2009 · Wirtschaft
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Bosch hofft auf baldiges Krisenende
Trotz der schweren Rahmenbedingungen konnte Bosch Ungarn recht gute Umsatzzahlen für 2008 präsentieren. Die 13 ungarischen Fabriken des deutschen Konzerns erwirtschafteten 2008 1,37 Mrd. EUR Umsatz, im Jahr zuvor waren es 1,465. Besonders hart traf es beim Rückgang natürlich die beiden Zulieferer für die Autoindustrie in Hatvan und Miskolc. Investitionen in Infrastruktur, Werke und Maschinen sanken leicht von 82 auf 79 Mio. EUR, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben sich aber mehr als verdreifacht und und betrugen 2008 36 Mio. EUR, gegenüber 11 Mio. EUR 2007.
Das Unternehmen beschäftigte Ende 2008 7.250 Menschen, 250 weniger als ein Jahr zuvor. Dass auch 2009 kein leichtes Jahr wird, ist dem Management klar, doch hat man ausreichend Vorkehrungen getroffen, um weitere Entlassungen vermeiden zu können. Eigentlich bereite man sich bei Bosch Ungarn schon auf die Zeit nach der Krise vor, sagte Ungarn-Chef Breyer auf der Jahrespressekonferenz.
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Verglobalisiert: Globus ist am Ende
28.03.2009 · Wirtschaft
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Der ungarische Konservenhersteller Globus ist am Ende
Es ist nicht die Welt, die untergeht, aber doch eine eigene Welt und Epoche, die mit der Schließung der letzten Produktionsstätte des Konservenherstellers Globus zu Ende geht. Letzte Woche machte das Werk in Budapest dicht.
Es wurde 1882 vom Brüderpaar Weiss als Fleisch- und Wurstverarbeitung gegründet und war später einer der führenden Anbieter von sehr sehr lange Haltbarem im Ostblock, von Gänsekeule mit Bohnen bis hin zum tradtionellen Apfelpaprika. Selbst im verwöhnten Westen schwärmte man von der Globus-Gänseleberpastete. Reich wurde das Unternehmen schon in k.u.k-Zeiten, denn die expansionswütige Armee ihrer apostolischen und auch sonst merkwürdigen Majestäten hatte einen enormen Hunger auf unverderbliches Essen für die Schützengräben. Seit 1993 war Globus börsennotiert, die Mehrheitseigner wechselten regelmäßig. 2006 übernahm die Cecab, eine Agrargemeinschaft aus der Bretagne, das Ruder und versuchte eine Umstrukturierung. Kritiker sagen jedoch, dass die Franzosen den unverwechselbaren Geschmack verglobalisiert hätten. Nun sei die Nachfrage derart eingebrochen, dass man nicht anders konnte als die Fabrik zu schließen.
Die Gewerkschaften kritisieren, dass man die Krise nur zum Vorwand der Schließung nehme, um das Scheitern nicht eingestehen zu müssen. Die Franzosen wollten letztlich nur einen unliebsamen Konkurrenten auf dem Weg nach Osten beseitigen.
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0914investoren
28.03.2009 · Wirtschaft
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Budapest hofft auf neue Investoren
Ungarn hofft, bald für drei weitere internationale Konzerne als Regionalcenter dienen zu können.
Nach Medienberichten überlegt der große französische Maschinenbauer Alstom eine Regionaldepandance in Ungarn mit bis zu 160 Angestellten zu eröffnen. Auch der US-Konzern 3M denkt über ein Logistikzentrum an der Donau nach. Der Petroriese BP will in Budapest ein Servicecenter etablieren, dass bis zu 1000 Menschen Arbeit geben könnte. Der Luxusdesigner Christian Dior interessiert sich bereits seit längerem für das Gebäude der ehemaligen staatlichen Ballettschule, repräsentativ gelegen gegenüber der Ungarischen Staatsoper an der Andrássy út. Hier könnten bis zu 80 Mitarbeiter Anstellung finden. Die Berichte beziehen sich auf Äußerungen des Präsidenten der „Budapest Business Region“, Gergely Gulyás Kovács bei einem Immobilienforum in Cannes. Dieser räumte zwar ein, dass die endgültigen Entscheidungen pro Budapest noch nicht gefallen seien, die Dinge aber sehr gut stünden.
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