(c) Pester Lloyd / 33 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Balaton-Parteiheim wird Edelressort
11.08.2009 · Wirtschaft
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Balaton-Parteiheim wird Edelressort
Beachtliche 280 Millionen EUR (75 MRd. HUF) will ein Investor in den Club Aliga in Balatonvilágos am Balaton investieren. Ziel ist es, das Billigressort mit einem 2- und 3- Sterne-Retro-Hotel, einem ehemaligen Parteiferienheim der ungarischen Kommunisten, in dem auch János Kádár regelmässig Urlaub machte, binnen 10 Jahren „zu einem von Europas elgantesten Anlagen“ zu machen, wie es in einer Aussendung heisst. Der Chef des Balaton-Entwicklungsrates wies darauf hin, dass die Firma Pro-mot Hungaria, hinter der ein israelischer Investor steht, dafür keinerlei staatliche Beihilfen wünscht.
Laut Frank Zvi, Chef von Pro-mot, habe man bereits 6 Mrd. in die Liegenschaft und die Planungen investiert. Bei einer Ausschreibung hat sein Unternehmen bereits drei Viertel der Anlage für 4,5 Mrd. HUF erhalten, den Rest gepachtet. Die 2km Küstenlinien sollen komplett in Strände und öffentlich zugängliche Promenaden verwandelt werden. Auf dem Gelände sollen weiterhin vier Hotels und etliche Bungalows entstehen. Man könnte, wenn nur schon die erforderlichen Genehmigungen vorlägen, bereits in 24 Monaten die ersten Gäste empfangen. Auf dem Gelände standen bis 1948 elegeante Privatvillen reicher Ungarn, die von der Rákosi-Regierung enteignet wurden.
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Wettbewerbsaufsicht untersagt Magyar Telekom Übernahme
11.08.2009 · Wirtschaft
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Wettbewerbsaufsicht untersagt Magyar Telekom Übernahme
Die ungarische Wettbewerbsaufsicht / Kartellbehörde GVH hat am Montag die Übernahme der ViDaNet AG durch die Magyar Telekom untersagt. Im Dezember hatte die ungariche Tochter der Deutschen Telekom alle Stimmrechte an dem Anbieter für Satteliten-Fernsehen übernommen. Die Verbindung eines Mobilfunkbetreibers und eines Sat-TV-Anbieters würde Wettbewerb im Bereich des Fernsehempfangs verhindern. Dies vor allem, da beide Unternehmen bereits über grosse Marktanteile in ihren Bereichen verfügten, was zu einer marktbeherrschenden Position geführt hätte. Ausserdem wruden die Bemühungen der Magyar Telekom, die Einwände der Wettbewerbsaufsicht auszuräumen, nicht ausreichend.
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Danubius entlässt und investiert
12.08.2009 · Wirtschaft
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Danubius entlässt und investiert
DIe Danubius-Hotelgruppe in Ungarn hat 15% seiner Mitarbeiter auf die Strasse gesetzt, hält aber an weiteren Investitionen auf dem ungarischen Hotelmarkt fest. Weniger gut laufende Häuser sollen zudem zu Gunsten mutmasslich zukunftsträchtiger Investitionen verkauft werden. Die Investitionen des Unternehmens sanken binnen eines Jahres um rund 30% von 1 Mrd. auf 700 Mio Forint. Immerhin liegt die Gruppe, die in den letzten Jahren grosse Altbestände von Hotels der sozialistischen Ära transformierte, schloss oder weiterverkaufte, mit einem prognostizierten Umsatzminus für dieses Jahr von nur 2% noch recht gut im Rennen. Schlimm läuft vor allem das Konferenz- und Kongressgeschäft, dass gleich mit Beginn der Krise wegbrach. Auch der Presikampf in Budapest machte Danubisu zu schaffen. Hingegen laufen die Wellneshotels auf dem Lande sehr gut. Man hofft jetzt auf den ermässigten Mehrwertsteuersatz von 18%, der die Gruppe um rund 570 Mio HUF (knapp 2 Mio EUR) entlastet. Die Lobbyarbeit des Hotelverbandes hatte diesen Benefit herausgehandelt.
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0933einnahm
12.08.2009 · Wirtschaft
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300 Mrd. weniger Staatseinnahmen in Ungarn
Der ungarische Staat muss sich für 2010 auf Mindereinnahmen von bis zu 300 Milliarden Forint (ca. 1,22 Mrd. EUR) einrichten. Das sagte Finanzminister Péter Oszkó am Mittwoch im ungarischen Frühstücksfernsehen. Das bedeutet, dass der Staatshaushalt, der schon im Frühherbst beschlossen werden soll, um weitere 300 Mrd. HUF gekürzt werden muss, um das mit der EU und dem IWF ausgehandelte Defizitziel von 3,8% einhalten zu können. Besonders schmerzlich ist dabei das hohe Defizit der Sozialversicherung, dass wohl schon im September 200 Mrd. HUF erreichen wird, dass man aber bis Jahresende auf wenigstens 155 MRd. zu drücken hoffe. Ende August steht dem Land eine Art weitere Wirtschaftsprüfung bevor. Experten des IWF, der Weltbank und der EU werden dann anreisen, um die Umsetzung der Massnahmen zu kontrollieren, die als Bedingung für die Gewährung des 20 Mrd. EUR-Rettungskredites vereinbart wurden.
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Electro World Ungarn erhält Kapitalspritze
12.08.2009 · Wirtschaft
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Electro World Ungarn erhält Kapitalspritze
Im Mai wurden die defizitären Electro World Häuser in Ungarn für 1 Euro von der DSG International, einem der grössten Elektrohändler Europas an die EW Electro Retail verkauft. Der neue Eigentümer schiesst nun rund 8,6 Mio EUR frisches Kapital ein, um Bankkredite zu bedienen, ausstehende Lieferantenrechnungen zu begleichen und das Geschäft in den neun Warenhäusern wieder zum laufen zu bringen. Im letzten Geschäftsjahr hatte Electro World Ungarn noch einen Verlust von 2,5 MRd. HUF gemacht, eine Umstrukturierung soll nun zurück in die Gewinnzone führen. Der neue Eigentümer, EW Electro, kennt sich offenbar besser aus auf den Märkten Osteuropas. Er gehört zur Holding der TechnomarketDomo in Rumänien, die 250 Geschäfte in Bulgarien, Rumänien und Serbien betreiben unter den Marken Domo bzw. Technomarket und 2008 rund 600 Mio EUR umsetzten.
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Viele Ungarn können Energierechnung nicht mehr bezahlen
12.08.2009 · Wirtschaft
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Viele Ungarn können Energierechnung nicht mehr bezahlen
Die Zahl derjenigen Ungarn, die ihre Gas-, Energie- und Wasserrechnungen nicht mehr bezahlen können steigt immer weiter. Die gesamten Aussenstände – nur bei den Gasversorgern – durch Privathaushalte betragen derzeit rund 22 Milliarden Forint, ca. 82 Mio EUR, wertmässig etwa 12% mehr als noch vor einem Jahr. Das sagte der Verbandspräsident der ungarischen Gaswirtschaft in der Tageszeitung Népszava. Noch dramatischer ist die Lage in den Plattenbauten, die mit Fernwärme beheizt werden. Der Versorger von ungefähr 240.000 Budapester Haushalten teilt mit, dass die Zahl der unbezahlten Rechnungen um 50% innerhalb eines Jahres gestiegen ist.
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