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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 13/2015

(c) Pester Lloyd / 13 – 2015 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Fast 200 Tonnen verseuchtes Fleisch aus Ungarn in Ukraine gefunden

24.03.2015 · Nachrichten

Wie der ungarische Privatsender ATV berichtet, sind knapp 200 Tonnen mit Listerien und Salmonellen kontaminiertes Geflügelfleisch aus ungarischer Produktion in der Ukraine im Handel und auf Märkten gefunden worden. Die Saatsanwaltschaft in Kiew leitete umgehend ein Ermittlugnsverfahren ein und bat die Bevölkerung um Mithilfe. Betroffen sei danach die Lieferung bisher nur eines Unternehmens aus Ungarn, gegen den Strafanzeige erstattet und eni Importstopp verhängt wurde. Um welches Unternehmen es sich handelt, ist noch nicht bekannt. Die Ukraine hätte auch die Möglichkeit sämtliche Geflügelimporte aus Ungarn bis zur Klärung zu stoppen, immerhin bergen die gefunden Erreger unter Umständen tödliche Risiken. Das Land ist bei ungarischen Händlern eine Ausweichadresse aufgrund der russischen Sanktionen.

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Ungarn zahlt Millionen an "Entwicklungsländer" für Austragung der Kanu WM 2019

24.03.2015 · Nachrichten

Nach der Schwimm WM 2017 , darf Ungarn, genauer Szeged, nun auch die Kanu WM 2019 austragen. Ein weiterer Erfolg für Orbán, dem das Standing im Sport genauso wichtig scheint wie einst Erich Honecker. Szeged setzte sich gegen das deutsche Dusiburg durch, die als „die zwei besten Regattaplätze der Welt“ gelten. Moskau und Montreal zogen ihre Bewerbungen schon nach der Bewertung durch das technische Komitee der ICF zurück. Zudem sagten die Ungarn zu, „eine siebenstellige Summe in Vorbereitung der WM für die Unterstützung der Kanu-Entwicklungsländer (Qatar?) bereitzustellen.“ ob in Forint oder Euro ist nicht überliefert… red.

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Auto-Leasing-Kunden werden Teil der Forex-Rückerstattung in Ungarn

24.03.2015 · Nachrichten

Rund 3 Milliarden EUR werden, wie berichtet , Forex-Hypothekenschuldner von ihren Banken gutgeschrieben bekommen, wegen einseitiger und ungerechter Vertragsänderungen und Wechselkursänderungen. „Konsumentenkredite“ sollten davon – auch aus erzieherischen Gründen – ausgenommen bleiben, wo es aber um das Dach über dem Kopf gehe, müsse der Staat helfen, so Orbán in seiner Kampfansage. Eine Gesetzsänderung wird nun jedoch auch 200.000 Auto-Leasing-Verträge einbeziehen, offenbar eine Absprache mit der gut vernetzten Branche, aber ein weiterer Kostenfaktor für die Banken, die mit mehreren Zigmillionen Euro Zusatzschaden kalkulieren dürfen.

Zu den Forex-Gesetzen

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"Tag der Wahrheit" verschoben: MVM gibt MET-Verträge nicht preis

24.03.2015 · Nachrichten

Laut Gerichtsurteil vom 9. März sollte der staatliche Energiekonzern MVM bis 20. März die Verträge mit dem Privatunternehmen MET Holding bzw. dessen ungarischen Tochtergesellschaften offenlegen. Das Gericht ordnete das auf Begehren von Oppositionspolitikern an, um sowohl unklare Eigentümerstrukturen offenzulegen sowie Verträge, die MET-Gesellschaften bei der Vergabe von Kapazitäten von Pipelines bevorzugen. Das Urteil des Gerichtes war rechtskräftig.

Die MVM ließ diese Frist verstreichen und zieht sich auf die Position zurück, dass es sich um „Geschäftsgeheimnisse“ handelt, die man – unter Drohung von Strafen – zu wahren habe und diese Geschäfte ohnehin nicht „in den Bereich öffentlich zugänglicher Informationen“ fiele.

Ein MSZP-Abgeordneter hat nun Strafanzeige wegen „des Verdachts des Missbrauchs öffentlicher Daten“ nach dem Informationsfreiheitsgesetz erstattet. Das Gericht müsste nun aber eigentlich die behördliche, also polizeiliche Durchsetzung des Urteils anordnen, auch das geschah bisher nicht. red.

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"Umverteilung": Staat kassiert 1/3 weniger Dividenden aus Beteiligungen

26.03.2015 · Nachrichten

Die dem Staat zufließenden Dividenden aus strategischen Beteiligungen (nicht von gänzlich staatseigenen Unternehmen wie dem Energiekonzern MVM oder der Lottobude Szerencsejáték) werden in diesem Jahr um rund 1/3 geringer ausfallen als üblich. Insgesamt erwartet die Staatskasse nur rund 17,6 Mrd. Forint, also rund 60 Mio. EUR aus Ausschüttungen von Beteiligungen über 5% bei MOL, OTP, Richter, Elmü und Émász.

Der größte Teil fließt vom Energiekonzern MOL, bei dem Ungarn mit rund einem Viertel drinhängt. 12,5 Mrd. Forint kommen von dort, im vorjahr noch 15,3 Mrd. Ungarns größte Bank, OTP, steuert unverändert niedrige 2,1 Mrd. HUF bei, die mehrheitlich in deutschem Besitz befindlichen Energieunternehmen Elmü 1,1 Mrd., Émász 322 Mio. HUF. Der Pharmahersteller Richter Gedeon wird rund 6,2 Mrd. an die Staatskasse ausschütten und somit 33 Forint je Aktie gegenüber 57 HUF/Aktie im Vorjahr.

Etliche Staatsbetiligungen fahren überhaupt keine Dividenen ein, im Gegenteil, Neuerwerbungen wie die MKB-Bank, aber auch alte Goldesel wie MVM werden, auf Kosten der Allgemeinheit und zum Gewinn von Günstlingen bewusst in der Verlustzone gehalten.

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400 Jobs: Triumph stößt Werk in Ungarn ab, Abbau auch in Österreich

26.03.2015 · Nachrichten

Der weltweit tätige (Unter)Wäschekonzern Triumph schliesst sein Werk im burgenländischen Oberwart mit über 200 Mitarbeitern und will seine Fabrik im ungarischen Dunaújváros mit derzeit 412 Arbeitern bald verkaufen. Der deutsche Konzern nennt eine „Optimierung der Lieferkette“, „vor dem Hintergrund schrumpfender Märkte, steigender Produktionskosten und global schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen“ als Gründe. Übersetzung: weitere Auslagerungen nach Asien, auch wenn man dort mit Qualitätsproblemen konfrontiert ist. Triumph International erzielte 2013 mit über 33.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro.

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