(c) Pester Lloyd / 42 – 2009 POLITIK 12.10.2009
Skandal um Öffis in Budapest weitet sich aus
Der Skandal um skurrile Abfindungskonstruktionen und illegale Lohnfortzahlungen bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben bei den Budapester Nahverkehrsbetrieben BKV nimmt kein Ende. Nach etlichen Aufdeckungen von Millionenzahlungen an etliche Manager, die bereits zu heftigsten politischen Auseinandersetzungen und einigen zaghaften personellen Konsequenzen geführt hatten, kommen immer mehr Details aus dem BKV-Sumpf ans Licht der Öffentlichkeit.
Nun stellte sich heraus, dass auch die Chefs der Abteilungen für Metro und HÉV, die Trolleybusse und die Straßenbahnen, deren Ressorts 2007 aufgelöst wurden, ihre Monatsgehälter von um die 1 Mio. Forint einfach weitergezahlt bekamen. Eigentlich sollte diese Weiterzahlung nur bis zum Ende des Jahres, in dem der Vertrag beendet wurde geschehen, die Vereinbarung hat man sich aber zweimal einfach verlängert. Zu dem üppigen Gehalt von jeweils ca. 3.600 EUR monatlich genehmigte man sich noch einen 110%igen Bonus. Mittlerweile stellten die Prüfer „unnötige“ oder „illegale“ Zahlungen von insgesamt rund 1 Milliarde Forint fest, ca. 3,6 Mio EUR. Nun sollen weitere 600 Verträge auf ihre Rechtmäßigkeit und Einhaltung überprüft werden. Einige Fälle landen auch vor Gericht, denn es sind auch Zahlungen festgestellt worden für die es nicht einmal einen Vertrag gegeben hat.
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