(c) Pester Lloyd / 34 – 2010 NACHRICHTEN 23.08.2010
Wachleute bei Tesco in Budapest niedergeschossen – Familientragödie in Ács weitgehend aufgeklärt
Zu einem lebensgefährlichen Zwischenfall kam es am Donnerstag in einer Budapester Filiale des britischen Lebensmittelhandelskonzerns Tesco. In der Niederlassung im 13. Bezirk von Budapest wollten zwei Sicherheitsleute zwei des Landendiebstahls verdächtigte Personen kontrollieren und forderten sie auf, ihnen in einen Nebenraum zu folgen und ihre Taschen zu leeren. Die beiden Männer zogen darauf Pistolen und eröffneten sofort das Feuer auf die Wachleute. Dabei trafen sie einen davon in den Bauch, der andere wurde am Arm getroffen. Der Zustand der Verletzten wird als ernst aber stabil beschrieben, ihre vollständige Genesung könnte sich jedoch noch Monate hinziehen, berichtet das Unternehmen. Die beiden Täter wurden kurz nach dem Geschehen von der Polizei verhaftet.
Der tragische Fall der Familie in Ács ist nun weitgehend aufgeklärt. Demnach kommt nur der Vater der Familie als Täter für den Dreifachmord in Frage. Laut einer Mitteilung der örtlichen Polizei, hat der 28jährige Lebensgefährte gewartet, bis Frau und beide Kinder schliefen, dann die Kinder und die Frau getötet, anschließend ein Bad genommen, seinen besten Anzug angezogen und sich erhängt. Als Hauptgründe für die Tat werden ein existenzbedrohende Verschuldung und die damit einhergehende Verschlechterung der Beziehung der beiden Erwachsenen angenommen. Der Mann hatte verschiedene Jobs angenommen, um der Schuldenfalle zu entkommen, was sich aber als vergeblich herausstellte und bereits in der Vorwoche einen Selbstmordversuch unternommen. Nach einem Tag im Krankenhaus von Veszprém verließ er dieses auf eigenen Wunsch. Die These, wonach der eifersüchtige und vorbestrafte Ex-Mann der Frau als Täter in Frage kommt, weil er mehrfach drohte, die gesamte Familie auszulöschen, wenn sie eine neue Beziehunge beginnen sollte, war nach den Untersuchungen nicht haltbar.
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