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„Erotik des Terrors“ im Ernst Museum Budapest

(c) Pester Lloyd / 07 – 2012 KULTUR 14.02.2012

Kulturtipp Budapest

Im Mittelpunkt der Arbeiten von Natalia LL steht nicht plumpe Erotik oder Pornografie, sondern vielmehr die kritische Auseinandersetzung mit normativen Geschlechterrollen, der modernen Konsumgesellschaft oder dem Terrorismus. Durch ihr multimediales Repertoire, das Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Installationen, Skulpturen und Videokunst umfasst, setzte sie sich über gesellschaftliche Konventionen und aktuelle Modetrends hinweg.

Die aktuelle Schaffensperiode steht unter dem Motto „Erotik des Terrors“, die durch eine fortwährende Wiederkehr von Gasmasken oder Totenköpfen, in Verbindung mit skurril inszenierten nackten und halb nackten Körpern geprägt ist. Natalia LL gilt als Ikone der feministischen Kunst in ihrem Heimatland Polen, wo sie bereits Anfang der 1970er Jahren gegen den Widerstand der katholischen und sozialistischen Hegemonie eine feministische Kunstbewegung mitbegründete. Passend zu der künstlerischen Grundausrichtung von Natalia LL werden ihre Werke im Ernst Museum in Szene gesetzt, das regelmäßig Projekte zeitgenössischer Kunst vorstellt, welche die soziale und städtische Umwelt zu reflektieren versuchen. Die Ausstellung steht unter dem Titel „Opus Magnum“ und verspricht einen Querschnitt durch ihren 40 jährige Schaffensprozess.

Lajos Ernst gründete das Museum in der Nagymezo utca bereits 1912, um seine Kunstsammlungen der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und gleichzeitig eine Plattform für ungarische Künstler wie Bela Bartok schaffen. Nach der politischen Wende in den 1990er Jahren hat sich das Museum, das nun in einen Verbund mit der am Heldenplatz gelegen Kunsthalle arbeitet, zu einem bedeutenden Zentrum für bildende Künste entwickelt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 18. März

Eintritt: 900 HUF bzw. je nach Ermäßigung 300-450 HUF Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 19 Uhr Ernst Múzeum, Nagymezo utca 8, 1065 Budapest Zur Webseite der Ausstellung

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