(c) Pester Lloyd / 11 – 2012 NACHRICHTEN 12.03.2012
OTP-Verluste durch hohe Steuern und Abschreibungen Im vierten Quartal konnte die OTP-Bank einen operativen Gewinn von 30,2 Mrd. Forint, ca. 103 Mio. EUR, melden. Ins Kontor schlug jedoch die in Ungarn besonders hohe Bankensondersteuer mit 7,2 Mrd. EUR sowie Wertberichtigungen bei Auslandstöchtern in Kroatien, Montenegro und Serbien, doch hatte das Institut eine Rückzahlung auf eine Steuervorauszahlung erhalten, die mit 16,1 Mrd. verbucht werden konnte. Der Gewinn lag dennoch hinter dem Ergebnis des 3. Quartals 2011 zurück, auch weil die operativen Kosten um 8% angestiegen sind. Auslandsabschreibungen, Forex-Ablöse, ausfallende Kredite und angestiegene Körperschaftssteuer (von 17 auf 27%) drückten das Nachsteuerergebnis auf -25,8 Mrd. Letztere machte allein 20 Mrd. HUF aus. Auch in der Ukraine wurden 9 Mrd. HUF mehr Steuern fällig als im Vorjahr, bei der russischen Tochter waren ese knapp 6 Mrd. Entsprechend des landesweiten Trends machten rund 20% der OTP-Kunden Gebrauch von der bevorzugten Forex-Kreditablöse auf Hypotheken und zahlten auf einen Schlag rund 217 Mrd. Forint, rund 740 Mio. EUR ihrer Verbindlichkeiten zurück, was der Bank Kosten bzw. einen Umsatzausfall an Zinsen, Gebühren und Wechselkursgewinnen von rund 33,6 Mrd. Forint bescherte. Die Summe, die als faule Kredite gebucht war, reduzierte sich bei der OTP dabei um rund 110 Mrd. HUF. Die Rate der notleidenden Kredite wird jedoch erst im neuen Jahr sinken, 2011 stieg sie nochmals von 13,7 auf 16,6% am Gesamtportfolio.
Mit einer Kernkapitalquote von 13,6% steht die OTP sehr stabil da (+3 Punkte zum Vorjahr), die Kreditabdeckung durch Einlagen stieg auf fast 80%. Analysten gehen davon aus, dass die OTP im ersten Quartal 2012 deutlich in die Gewinnzone, auch nach Steuern, zurückkehrt.
OTP Bank Ungarn trotz Forex-Malaise mit dickem Plus – Nov. 2011 Anteil der faulen Kredite auf Rekordhoch
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