(c) Pester Lloyd / 21 – 2013 NACHRICHTEN 22.05.2013
„Die Suche nach Ungarns erfolgreichstem Bergsteiger aller Zeiten, Zsolt Erőss (Foto) und nach seinem Begleiter, Péter Kiss, wurde eingestellt…“, teilt die offizielle Regierungswebseite mit. Die beiden sind auf einer Höhe von rund 8.000 Metern am Kanchenjunga, dem dritthöchsten Berg der Welt, seit 21. Mai vermisst, nachdem sie nach ihrem Aufstieg am Montag das Basislager auf 7.600 Metern nicht wieder erreichten. Auch eine Suchaktion der Sherpas blieb erfolglos, die letzten Suchtrupps kehrten am Mittwoch zurück. Der Sprecher der Expedition nannte die Hoffnung, dass die beiden noch leben könnten „sehr klein“.
Erőss war der erste Ungar, der den Mount Everest bezwang, im Jahre 2002. Schon 2010 hatte er einen schweren Unfall in der Hohen Tatra in der Slowakei, wo ihn ein Schneebrett mitriss, sein rechter Unterschenkel musste daraufhin amputiert werden. Nach seiner Genesung wollte er alle 14 8.000er Berge erklimmen, am 12. scheiterte die Gruppe, nach dem Kanchenjunga, stand noch der Annapurna und der K2 auf dem Programm.
Für das Vorhaben, erhielt das Team um Eröss auch eine finanzielle Unterstützung von umgerechnet rund 14.000 EUR seitens der ungarischen Regierung, die in der Aktion „eine positive Message für jeden“ sah. Es sei wichtig, „Ungarn zu unterstützen, die mutig sind, die die Welt entdecken und sich so Wissen aneignen“. Minister Zoltán Balog, der auch für Sport zuständig ist, beklagte den „unglücklichen Ausgang“ der Aktion „Ungarn auf Gipfeln über 8000 Meter“. red.
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