(c) Pester Lloyd / 42 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Neues Harman-Werk in Ungarn
12.10.2009 · Wirtschaft
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Harman International baut neues Werk in Ungarn
Harman International, einer der größten Hersteller von Autoelektronik und Soundzubehör will seine Kapazitäten im ungarischen Székesfehérvár deutlich ausbauen. Für 3,7 Milliarden Forint, knapp 14 Mio EUR, soll dort ein neues Werk entstehen, dass 260 Menschen Arbeit gibt. Die ungarische Tochter des Weltkonzerns, Harman/Becker Automotive Systems Kft, ist bereits seit 1995 aktiv und stellt in Ungarn mit rund 450 Mitarbeitern Autoradios, Soundsysteme und Konsolen für Navigationsgeräte her. Die neue Werkshalle soll 12.000 Quadratmeter umfassen und im Juni 2011 fertiggestellt sein. István Varga, Minister für Wirtschaft und nationale Entwicklung bezeichnet die Investition als ein Zeichen, dass Ungarn von der Krise auch profitieren könne. Schließlich würden viele internationale Unternehmen ihre Kapazitäten nun nach Osteuropa verlagern, Ungarn habe durch seine gut ausgebildeten Fachkräfte und die Infrastruktur dabei eine gute Position. Harman International beschäftigt weltweit rund 10.000 Mitarbeiter und arbeitet hauptsächlich für Premium-Hersteller wie BMW, Audi, Mercedes, Porsche oder Volvo.
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Staat konkurriert mit Banken um Kommunen
12.10.2009 · Wirtschaft
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Ungarischer Staat konkurriert mit Banken um Kommunen
Ungarns Banken werden es ab nächstem Jahr mit einem neuen Mitbewerber zu tun bekommen. Eine neue Regulierung macht es möglich, dass die rund 3.000 Lokalverwaltungen des Landes ihre Guthaben nicht mehr bei einer der Privatbanken parken müssen, sondern direkt ein Konto bei der staatlichen Vermögensverwaltung einrichten könnten. Diese würde sich dann in direkte Konkurrenz zur privaten Finanzwirtschaft stellen und könnte deutlich bessere Konditionen bieten, fürchten die Banken. Das hätte enormen Einfluss auf den ungarischen Finanzmarkt. Die Transaktionsgebühren bei der Staatsbank betragen demnach nur 0,05%, während die kommerziellen Banken bisher rund 0,1 bis 0,2% einbehalten, was bei etlichen Milliarden, die jährlich fließen, enorme Geldbeträge ausmacht. Der Staat stellte gleich klar, dass das Angebot nur für längerfristige Guthaben bestehen wird, Gehaltskonten und kurzfristige Einlagen würden weiter von den normalen Banken abgewickelt, weshalb kein Umsturz des Finanzsystems in Ungarn zu befürchten sei.
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Banken ziehen Geld aus dem Osten ab
12.10.2009 · Wirtschaft
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Österreichische Banken ziehen Geld aus Osteuropa ab
Behauptet wird stets das Gegenteil, die österreichischen Banken würden ihre Osttöchter vorbehaltlos unterstützen, sie durch die auch selbst verschuldete Krise tragen. Doch Zahlen der Österreichischen Nationalbank belegen nun, dass dem in vielen Bereichen nicht so ist. Die Liquidität der großen österreichischen Geldinstitute wird, zum Teil, auf Kosten der Osttöchter aufgebessert. Das sagt die sogenannte Kapitalverkehrsbilanz für das erste Halbjahr 2009 aus. Danach zogen österreichische Kreditinstitute netto 3,3 Mrd. Euro aus Osteuropa ab, im ersten Halbjahr 2008 veranlagte man im Osten dagegen noch 27,5 Mrd. Euro. „Der Großteil davon entfällt laut Nationalbank auf Mittel, die zur Finanzierung der Tochterbanken in Osteuropa dienten.“ analysiert dazu „Der Standard“ in Wien. Auf lediglich 800 Mio. Euro eingebrochen ist auch die Kreditvergabe im Ausland, von zuvor 12,4 Milliarden. Banken, aber auch Unternehmen bauen konsequent ihre Auslandsverbindlichkeiten ab.
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Roto Frank baut Logistic-Hub in Ungarn
12.10.2009 · Wirtschaft
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Roto Frank baut Logistic-Hub in Ungarn
Die Roto Frank AG, der deutsche Hersteller von Fenster-Beschlagsystemen und Elementen für die Wohn- und Bauwirtschaft, Wohndachfenstern, Solaranlagen und Bodentreppen will ein neues Logistikcenter von 3.000 Quadratmeter Größe im nordwestungarischen Lövo, unweit der österreichischen Grenze errichten. Von dort aus sollen die Märkte in Europa, Russland und China beliefert werden. Das teilte das ungarische Tochterunternehmen Roto-Elzett Certa in einer Aussendung mit. Dies wäre der weltweit größte Logistik-Hub des schwäbischen Unternehmens mit insgesamt knapp 4.000 Mitarbeitern, rund 500 davon in Ungarn. 2007 entschloss sich die Gruppe zu einer Investition von rund 17 Mio EUR in Ungarn, wo eines der weltweit modernsten Werke für das Produktsegment entstand. Daher, so erklärt János Pintér, der ungarische CEO, konnte man auch größere Einbrüche während der Krise meistern.
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Neue Hürde für Landkauf durch Ausländer
14.10.2009 · Politik
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Neue Hürde für Landkauf durch Ausländer in Ungarn
Das ungarische Parlament hat in seiner gestrigen Sitzung die Hürden für den Erwerb landwirtschaftlicher Nutzflächen durch Ausländer ein weiteres Mal erhöht. Nun soll das Landwirtschaftsministerium eine Art Vetorecht bei der Genehmigung solcher Landkäufe erhalten und diese ohne weitere Angabe von Gründen untersagen können. Die Zustimmung zu dieser Vorlage fand weite, parteiübergreifende Zustimmung, eine absolute Seltenheit im Hohen Haus der Ungarischen Republik. Derzeit „genügt“ für Ausländer ein Nachweis des Finanzamtes, dass der Interessent in Ungarn Steuern zahlt und mindestens seit drei Jahren in der Landwirtschaft aktiv ist. Nun braucht er also auch noch eine Art Landerwerbsgenehmigung vom Ministerium. Geschätzte 700.000 Hektar ungarischer Erde werden bereits von Ausländern beackert, überwiegend von Österreichern, Deutschen, aber auch Holländern. Derzeit gelten noch Beschränkungen beim Erwerb, viele arbeiten daher über Strohmänner. 2011 enden aber die Übergangsregelungen für Ausländer beim Kauf von landwirtschaftlicher Nutzfläche, so wie umgekehrt, auf EU-Weisung, 2011 auch die Beschränkungen auf den westlichen Arbeitsmärkten für Ungarn entfallen müssen.
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Präsident von Serbien in Ungarn
14.10.2009 · Politik
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Präsident von Serbien in Ungarn
Begleitet von Protesten der ungarischen Minderheit in der serbischen Vojvodina, hält sich derzeit der Präsident der Serbischen Republik, Boris Tadic zu einem dreitägigen Besuch in Ungarn auf. Die Vertreter der Vojvodina-Ungarn bemängeln, dass ein neues Gesetz sie davon abhält ihre Minderheitenrechte auszuüben. So sei es nun nicht mehr möglich, Vertreter ihrer Minderheiten direkt und geheim in die entsprechenden Körperschaften zu wählen. Sie fordern sowohl die serbische wie die ungarische Seite dazu auf, die Angelegenheit zu klären und der Minderheit zu ihren Rechten zu verhelfen. Die Schwerpunkte der Gespräche von Tadic in Ungarn liegen bei der Energiesicherheit. Serbien will Kapazitäten in ungarischen Erdgaslagern anmieten, um für den Winter und evtl. wieder vorkommenden Lieferausfällen aus der Ukraine, gerüstet zu sein. Die Annäherung an die EU und bilaterale Wirtschaftskontakte sind weitere Themen.
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