(c) Pester Lloyd / 48 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
MDF-Vorsitzende bietet Rücktritt an
23.11.2009 · Politik&
nbsp; 26.11.2009 _______________________________________________________
MDF-Vorsitzende bietet Rücktritt an
Die Vorsitzende des Ungarischen Demokratischen Forums MDF, Ibólya Dávid, bot an von ihrem Posten zurückzutreten, sollte die Partei bei den Wahlen im kommenden Jahr nicht die 5%-Hürde überspringen. Sie erwarte jedoch ein Ergebnis zwischen 8 und 10%. Dieser Prognose widersprechen sämtliche Meinungsumfragen, die das MDF derzeit lediglich bei 1-2% sehen. Bei den Europawahlen gelang der Partei noch einmal ein kleiner Achtungserfolg, da sie den ehemaligen Finanzminister Lajos Bokros, ein anerkannter Wirtschaftsexperte, für ihre Zwecke als Spitzenkandidaten einspannen konnte. Das MDF spekuliert offenbar auf Proteststimmen aus dem Lager der Sozialisten, die jedoch nicht gewillt sind ihre Stimme an Fidesz oder Jobbik zu geben. Auch die vielen unzufriedenen Liberalen vom SZDSZ wolle man einsammeln, denn diese Partei hat sich mittlerweile fast selbst zerstört und wird zusätzlich durch mehrere Neugründungen geschwächt.
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Einzelhandelsumsätze in Ungarn weiter schwach
24.11.2009 · Wirtschaft
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Einzelhandelsumsätze weiter schwach
Um 7,3 Prozent sind die Einzelhandelsumsätze in Ungarn im September 2009 im Vergleich zu September 2008 zurückgegangen. Das gab das Statistische Zentralamt in Budapest am Montag bekannt. Im August lag der Rückgang bei 7,2%, im Juli bei 6,6%, im Juni bei lediglich 2,3% (bereinigt um kalendarische Effekte). Rechnet man auch saisonnale Schwankungen heraus fielen die Umsätze im Einzelhandel um 0,5% innerhalb eines Monats, im August -0,8%, -2,3% im Juli (Mehrwertsteuererhöhung). Die Gesamtumsätze des Einzelhandels lagen – nach heutigen Preisen – im September bei 620,4 Milliarden Forint (nach heutigem Kurs 2,32 Mrd. EUR), August 637 Mrd. HUF. Auf das Gesamtjahr musste der ungarische Einzelhandel bisher rund 800 Mio EUR Umsatzrückgänge ertragen.
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Gebrüder Weiss kauft in Serbien zu
24.11.2009 · Osteuropa
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Gebrüder Weiss kauft in Serbien zu
Der österreichische Transport- und Logistikdienstleister Gebrüder Weiss (GW) hat Mitte November 75 Prozent an der in Serbien tätigen internationalen Spedition Eurocargo übernommen. Der bisherige Mehrheitseigentümer, der Hamburger Spediteur D-Eckhard Niedermann, zieht sich aus Altersgründen zurück. Die restlichen Anteile verbleiben im Besitz des bisherigen Gesellschafters und Geschäftsführers Dragan Simovic. „Mit der Mehrheits-Übernahme von Eurocargo verstärken wir nicht nur unsere lokale und regionale Organisation, sondern wir setzen auch ein deutliches Signal, dass wir konsequent unsere Strategie verfolgen, um GW nachhaltig als herausragenden Logistik-Lösungs-Anbieter in Zentral- und Osteuropa zu positionieren.“ sagte dazu der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Niessner. Eurocargo beschäftigt derzeit 100 Mitarbeiter und erzielte 2008 einen Umsatz von rund 7,5 Mio. Euro bzw. ca. 700 Mio. Dinar. Das Unternehmen betreibt Standorte in Dobanovci und Leskovac sowie Zollbüros an den Grenzen zu Ungarn und Kroatien. Regionaldirektor Erich Schafer: „Serbien ist ein Dreh- und Angelpunkt in der Balkanregion, dieser Kauf ist ein weiterer wichtiger Expansionsschritt für GW in Südosteuropa. Wir freuen uns, mit Eurocargo ein professionelles Unternehmen mit erfahrenen und kompetenten Mitarbeitern unter unserem Konzerndach begrüßen zu dürfen.“ www.gw-world.com
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ITD eröffnete Agentur in Triest
24.11.2009 · Wirtschaft
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Ungarische Investagentur eröffnete Büro in Triest
Die Ungarische Investitions- und Handelsförderungsagentur ITD Hungary unterzeichnete vergangene Woche ein Abkommen mit der italienischen Investmentbank FINEST, das interessierten italienischen Unternehmen den Schritt auf den ungarischen Markt erleichtern soll. FINEST will dafür eigene, individuelle Kreditprogramm auflegen. Anlass der Vertragsunterzeichnung war die Eröffnung eines gemeinsamen Büros in Triest, an der rund fünfzig potentielle Investoren und andere Institutionen teilnahmen. Besonderes Interesse zeigten die Italiener für speziell geförderte Ansiedlungsmöglichkieten im ostungarischen Záhony an der ungarisch-ukrainischen Grenze, wo ein großes Industrie- und Logistikcenter entsteht. FINEST hat nach eigenen Angaben bisher Finanzierungn in Höhe von 10 Millionen EUR für insgesamt 32 italienische Firmen in Ungarn ermöglicht.
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Zentralbank senkt Leitzins auf 6,5%
24.11.2009 · Wirtschaft
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Zentralbank Ungarn senkt Leitzins auf 6,5%
Der Währungsrat der Ungarischen Nationalbank hat am Montag den Leitzins um 50 Basispunkte und damit von 7 auf 6,5% gesenkt, so wie es Marktbeobachter erwartet und geraten haben. Damit ging der Leitzins seit Juli um 3 Prozentpunkte zurück. Im Herbst musste er zum Schutz vor spekulativen Angriffen auf den Forint sprunghaft angehoben werden und war der höchste in der gesamten CEE-Region. Der Zinskorridor für Übernachtkredite und Tageseinlagen wurde auf +/- 100 Basispunkte gegenüber dem Leitzinssatz ausgeweitet, der Zinssatz für zweiwöchige Festzinskredite wurde um 50 Basispunkte über den Leitsatz erhöht. Damit will die Zentralbank den gestiegenen Nachfragen für Übernachteinlagen und -kredite Rechnung tragen, welche auch die Kosten im Haus erhöht haben. Ein anderer Grund liegt in der Anregung des Interbanken-Marktes, der – aufgrund eines allgemeinen Vertrauensverlustes – fast zum Erliegen gekommen ist. Seit der Finanzkrise legen Banken immer mehr Geld bei der Zentralbank zurück, in Ungarn sind es derzeit um die 170 Mrd. Forint, weil es dort ein paar Zehntelpünktchen mehr Zinsen gibt als anderswo, vor allem aber, weil das Geld dort sicherer ist.
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Orbán traf Putin in Pestersburg
24.11.2009 · Politik
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Orbán traf Putin in Pestersburg
Der zukünftige Ministerpräsident Ungarns, Viktor Orbán, traf sich am Samstag mit dem russischen Premier Wladimir Putin in St. Pestersburg. Er wiederholte dort, was er einige Tage zuvor schon in Berlin zu Angela Merkel bezüglich Deutschland sagte. Er wolle die russisch-ungarischen Beziehungen auf ein neues Fundament stellen, sobald er an der Macht ist. Orbán wünscht sich eine „Partnerschaft des 21. Jahrhunderts“, die sicherstellen soll, dass die Beziehungen beider Länder „nie mehr so werden, wie im 20. Jahrhundert“. Der russische Regierungssprecher Peschkow begrüßte eher diplomatisch dezent den Willen einer Stärkung der Beziehung beider Länder.
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