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Nestlé plant Fortsetzung seines Russland-Geschäfts trotz nationaler und internationaler Spannungen

Der Lebensmittelkonzern will trotz globaler Kritik seine Aktivitäten in Russland fortführen.

Moskau. Nestlé hat angekündigt, sich gegen die vom russischen Staat verhängte Fremdverwaltung seines Russland-Geschäfts zur Wehr zu setzen und den Geschäftsbetrieb im Interesse aller Beteiligten aufrechtzuerhalten. Der Lebensmittelkonzern betonte, dass er weiterhin auf dem russischen Markt präsent bleiben werde, um seine Verpflichtungen gegenüber den lokalen Verbrauchern und Mitarbeitern zu erfüllen. Nestlé erwirtschaftet in Russland rund zwei Prozent seines Konzernumsatzes von gut 89 Milliarden Franken, was etwa 1,8 Milliarden Franken entspricht.

Der russische Präsident Vladimir Putin hat kürzlich zwei Nestlé-Gesellschaften, Nestle Russia und Nestle Kuban, unter eine vorübergehende externe Verwaltung gestellt. Die Anteile dieser Gesellschaften werden künftig von der russischen Firma L.E.V. Management verwaltet.

Nestlé betreibt in Russland insgesamt sechs Produktionsstandorte, an denen unter anderem Kaffee, Schokolade, Babynahrung und Tierfutter hergestellt werden. Eine der weltweit größten Fabriken für löslichen Kaffee, die von Nestlé in Timaschewsk in der Region Krasnodar betrieben wird, produziert unter anderem Nescafe. Nestlé hat erklärt, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um seine Rechte zu schützen und den Geschäftsbetrieb im Interesse aller Beteiligten aufrechtzuerhalten.

Die Ankündigung von Nestlé könnte auch Auswirkungen auf die Beziehungen zu anderen internationalen Märkten haben, insbesondere in Europa, wo der Druck auf Unternehmen wächst, sich von Russland zu distanzieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich Nestlés Entscheidung auf seine globale Reputation auswirken wird.

Auf der Börse gab die Nestlé Aktie nach der gestrigen Ankündigung seitens Putins rund 3% nach.

Quellen: ORF, Der Standard
Photo: Pester Lloyd (Grafik)

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