Die Inflationserwartung der Nationalbank für das Jahr liegt bei drei Prozent. Erhöhte Werte zum Euroraummittel halten sich seit Jahren hartnäckig.
Wien. Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat für das laufende Jahr eine Inflationsrate von drei Prozent prognostiziert. Diese Einschätzung wurde gegenüber der Juni-Prognose von 3,2 Prozent auf 3,0 Prozent nach unten revidiert. Für die Jahre 2027 und 2028 erwartet die OeNB eine deutlich niedrigere Inflation von 2,3 bzw. 2,2 Prozent. Den Rückgang in den beiden kommenden Jahren begründet die OeNB mit einer prognostizierten Abschwächung der Effekte des vom Iran-Krieg ausgelösten Energiepreisschocks.
Ab dem zweiten Quartal 2027 sollte der Basiseffekt sich verlieren und die Energie-inflation von 6,5 Prozent auf 1,0 Prozent in 2027 zurückgehen. Das derzeitige Niveau wird als hoch eingestuft. Die Inflationsprognosen der OeNB sind ein wichtiger Indikator für die Geldpolitik und können Auswirkungen auf Zinssätze und Konsumverhalten haben.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Österreichs dürfte heuer um 0,5 Prozent wachsen, was eine Abwärtsrevision gegenüber der Juni-Prognose von 0,6 Prozent darstellt; Grund dafür sind die inzwischen niedriger ausgewiesenen BIP-Zahlen für das erste Halbjahr. Die OeNB ist mit ihrer Prognose pessimistischer als das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und das Institut für höhere Studien (IHS), die in ihrer Juni-Prognose von einem realen Wachstum von 0,9 Prozent bzw. 0,8 Prozent ausgegangen sind. Die nächsten Prognosen der Institute sind für Mitte Oktober geplant.
Österreich war in den vergangenen Jahren mit einer aussergewöhnlich erhöhten Inflation konfrontiert, die nach wie vor eine wirtschaftspolitische Herausforderung darstellt und die Kaufkraft und Konsumverhalten der Bevölkerung beinflußt.
Die Inflation ist seit Jahren ein zentraler Punkt der gesellschaftlichen Debatten.
Quellen: ORF
Photo: Leonhard Lenz / Wikimedia Commons
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren









