(c) Pester Lloyd / 33 – 2009 WIRTSCHAFT 11.08.2009
Subventionen für Bahn und Bus in Ungarn werden gekürzt
Drastische Einsparungen stehen der Ungarischen Bahn, MÁV, sowie dem Regionalbusbetrieb Volán bevor. Die Zuschüsse für die beiden Staatsbetriebe werden für 2010 um 70 (260 Mio EUR) auf maximal 260 Milliarden Forint (995 Mio EUR) gekürzt. Hinter den Massnahmen steht der Plan zum Totalumbau des öffentlichen Verkehrs in Ungarn. Mehr als 1% des BIP sollen in Zukunft für die defizitären Betriebe nicht mehr aufgewandt werden dürfen.
Gleichzeitig sollen in einer grossangelgten Erhebung die privaten und kommerziellen Transportkapazitäten auf den Prüfstand gestellt werden. Die Lokalbehörden sollen ihren Bedarf vor Ort anmelden, danach wird entschieden, ob bestimmte Aufgaben an private Anbieter ausgelagert werden können, um den Staatshaushalt zu entlasten. Rund 40% der von der MÁV betriebenen Strecken von insgesamt 7.700 Schienenkilometern könnten so an diverse Lokalanbieter gehen, die auch Ausgründungen der Staatsbahn sein können, die dann aber wirtschaftlich selbständig klar kommen müssten.
Langfristig soll das Schienennetz vollständig vom Passagierbetrieb getrennt werden, auch die Zahl der regionalen Busunternehmen müsste reduziert werden. Zur Debatte steht auch, alle Immobilien, die nicht unmittelbar zum Betrieb der Bahn notwendig sind, in die staatliche Vermögensverwaltung zu überführen und dort zentral zu verwerten.
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren




