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Ausschluss: MSZP gegen „National-Sozialistische“ Koalition in Tapolca

(c) Pester Lloyd / 19 – 2015 NACHRICHTEN 08.05.2015

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Die größte, demokratische Oppositionspartei des Landes, MSZP („Sozialisten“) hat den Vorsitzenden ihrer Ortsgruppe von Tapolca, József Lévai, mit sofortiger Wirkung und ohne Anhörung aus der Partei ausgeschlossen.

Die MSZP-Mitgliedschaft ist entsorgt, der Posten als Vizeortschef aber sicher. József Lévai, Tapolca.

Damit reagierte der Landesvorstand darauf, dass Lévai, der als MSZP-Kandidat im Herbst 2014 selbst Bürgermeister werden wollte, das Angebot des Tapolcaer Bürgermeisters von Jobbik, sein Stellvertreter zu werden, angenommen habe. „Die MSZP lehnt jede Zusammenarbeit mit dieser rechtsextremen Partei ab.“, heißt es in der Mitteilung der Parteizentrale, – was zumindest für offizielle Koalitionen und aktuelle Mitglieder stimmt.

Der Jobbik-Bürgermeister der Stadt, Zoltán Dobó, habe von seinem Parteikollegen Lajos Rig, der kürzlich dort der Orbán-Partei Fidesz das Parlamentsdirektmandat abjagen konnte, die Empfehlung bekommen, zwei statt einem Stellvertreter zu installieren und – neben einem Parteikollegen – auch den örtlichen MSZP-Chef Lévai gefragt. Dieser habe sich Bedenkzeit ausbedungen und am Donnerstag zugestimmt. Gegenüber MTI bestätigte Lévai, den Job angenommen zu haben, seinen Rausschmiss aus der Partei bestätigte er ebenfalls, wollte ihn aber nicht kommentieren.

Jobbik wollte mit der Installation eines Stellvertreters aus der linken Opposition nicht nur die örtliche Fidesz-Fraktion ärgern, sondern vor allem landesweit ein Zeichen für die Koalitions- und Regierungsfähigkeit der Partei geben, die sich in ihrem öffentlichen Auftreten ein Weichspülprogramm verschrieben hat, intern aber knallharte rassistische Positionen und eine neonazistisch-revanchsistische Ideologie vertrtitt.

Jobbik ist landesweit mittlerweile die zweitsärkste politische Kraft des Landes und war in letzten Umfragen nur noch 3-5 Prozentpunkte hinter Fidesz. Sie stellt mittlerweile in mehr als einem Dutzend auch mittlerer Städte die Bürgermeister.

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