(c) Pester Lloyd / 38 – 2012 NACHRICHTEN 19.09.2012
Das Parlament von Bosnien hat, aufgrund einer neuen Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), die Budgets seiner zwei Landesteile weiter zusammengestrichen. Die Föderation von Bosnien und Herzegovina konnte ihr Budget um 38,5 Millionen Euro erweitern und steht nun bei 1,999 Millionen KM (ca.1 Mrd. Euro), während die Republik Srpska ihres um 15 Millionen KM (7,5 Milliionen Euro) auf 1,810 Millionen KM (925 Millionen Euro) gesenkt hatte. „Die Verbesserung des Budgets in der Föderation ist ein Resultat unserer Einschränkungen der öffentlichen Ausgaben und der Verschärfung der Kontrollen über das Defizit”, erklärten Regierungsbeamte. Vor allem aber basiere das verbesserte Budget auf der sicheren Auszahlung von gegenwärtigen Auslandsschulden. „Dennoch”, so machte die Regierung in Bosnien deutlich, „benötigen beide Teile des Landes zusatzliches Geld vom IWF, um ihre Budgets zu stabilisieren.” Dieser hatte den beiden Landesteilen bis zum 7. September Zeit gegeben, die Budgets auszugleichen. Nun wird er am 24. September verkünden, ob er Bosnien eine Finanzspritze in der Höhe von 410 Millionen Euro (immerhin rund 20% des Gesamtbudgets) zugestehen wird, um das Defizit des Budgets auszugleichen. Die Opposition kritisiert derweil die Politik der Regierung. „Der IWF wird das nicht für uns tun, sondern wegen unserer Dummheit”, spottete ein Abgeordneter, „Die Regierung hat doch keine Ahnung von Finanzen”. Der Finanzminister der Republik Srpska, die 1/3 des Geldes bekommen würde, versprach derweil, das Geld dazu zu nutzen, das Budget des Landesteils zu unterstützen und Reformen im öffentlichen Bereich zu finanzieren. E.G.
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