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Die Ungarische Post steigt mit dem „Postafone“ in den Mobilfunkmarkt ein

(c) Pester Lloyd / 47 – 2009 WIRTSCHAFT 18.11.2009

Die Ungarische Post steigt mit dem „Postafone“ in den Mobilfunkmarkt ein

Die Ungarische Post startet an diesem Freitag in 800 Filialen ein eigenes Angebot für Mobiltelefonie. Unter der Marke Postafone will die Staatsfirma als alternativer bzw. virtueller Mobilfunkanbieter auftreten. Nach Informationen von MTI nutzt sie dabei das Netz von Vodafone. Die beiden Unternehmen wollen damit „diejenigen Kunden erreichen, die sonst keinen Zugang zu Mobiltelephonie haben“.

Bei Vodafone kauft die Post entsprechend Minuten zum Großhandelspreis auf und versucht aus der Spanne ein eigenes Geschäftsfeld zu entwickeln. Alternative Anbieter haben in den entwickelten Märkten Westeuropas zwar ein Nischendasein, einige aber ein sehr erfolgreiches. Auch die großen Betreiber halten sich oft solche Anbieter als Zweitmarken. In Ungarn scheiterten solche Versuche bisher jedoch regelmäßig an der Mauertaktik der großen Player, die ihre Netze nur zu unrentablen Bedingungen vermieten wollten. Das Postangebot „Postafone“ wird ein Prepaid-Karten-Modell ohne Vertragsbindung und Grundgebühr sein, das es ohne und mit Handyverkauf geben wird. In rund 800 Postfilialen wird es das Angebot ab Freitag geben, auch bei Vodafone wird es mit vertrieben. Die beiden Unternehmen wollen damit „diejenigen Kunden erreichen, die sonst keinen Zugang zu Mobiltelephonie haben“, womit u.a. auch die vielen üebrschuldeten Bürger des Landes zählen dürften und jene in kleinen Dörfern ohne Handyhops, darunter auch viele Ältere.

Der Minutenpreis wird bei zwischen 30 und 35 Forint (11-13 Cent) liegen. Gerüchte, wonach man auf eine Verbindung mit dem Postafone ebenso lange wartet wie auch eine Briefzustellung wurden bisher weder bestätigt noch dementiert. Für Freitag hat die Post eine große Einführungspräsentation angekündigt.

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