(c) Pester Lloyd / 08 – 2010 WIRTSCHAFT 26.02.2010
EBRD und ungarische Zentralbank kurbeln Kredite für KMU in Osteuropa an
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung EBRD, kurbelt ein weiteres Mal die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen in Osteuropa an. Wie zuvor schon für die Osteuropatöchter der Erste, Unicredit, Raiffeisen, OTP und andere, reicht sie diesmal ein zweckgebundenes Finanzierungspaket an die Intesa Sanpaolo Gruppe im Wert von 100 Mio. EUR aus. Sie ermöglicht es so, den gerade im Bereich der KMU besonders risikoscheu gewordenen Banken, dringend benötigtes Kapital in die Wirtschaft zu geben und daran auch noch zu verdienen ohne eigenes Kapital dafür riskieren zu müssen. Da sich die Geschäftsbanken untereinander nach wie vor nicht sonderlich über den Weg trauen, springt die multistaatlich kontrollierte EBRD in das Geschäft der Refinanzierung ein.
Drei Kreditlinien stehen der Intesa Gruppe zur Verfügung, 20 Mio. EUR für die Tochter in Bosnien-Herzegowina, 30 Mio. EUR für die Banca Intesa Belgrad in Serbien sowie 50 Mio EUR für die CIB-Bank in Ungarn. Für Ungarn macht die EBRD den größeren Teil in der Landeswährung verfügbar, um Fremdwährungsririken, die Ungarn fast ruiniert hätten, zu minimieren. Die EBRD, Weltbank und Europäische Investitionsbank (EIB) haben im Angesicht der Krise insgesamt ein Programm über 24,5 Milliarden EUR aufgelegt, das direkt die Sicherung der Kreditflüsse an die Realwirtschaft zum Inhalt hat bzw. sich selbst durch Beteiligungen engagiert.
Auch die ungarische Nationalbank greift belebend in die Kreditvergabe ein, in dem sie angekündigt hat, ab Mitte März in großem Stile für die Kreditausgabe an Unternehmen zweckgebundene Anleihen in Ungarn tätiger Geschäftsbanken aufkaufen zu wollen. Die Zentralbank betont: ausschließlich in Forint.
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