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Ein nachhaltiger Besuch im „Vadrózsa Restaurant“ in Budapest

(c) Pester Lloyd / 07 – 2010 BUDAPEST 17.02.2010

Ein nachhaltiger Besuch im „Vadrózsa Restaurant“ in Budapest

Ein nachhaltiger Besuch im „Vadrózsa Restaurant“ in Budapest

Es gibt sie noch, die gastronomischen Lichtblicke in Ungarn: Das „Vadrózsa“ Restaurant gehört seit vierzig Jahren dazu. In einem kleinen Garten, in dem es in der warmen Jahreszeit lauschige Plätzchen gibt, gedeiht die „Wilde Rose“. Eines der Spitzenlokale in Budapest, die, statt inflationär beliebiger Stylischkeit – eine absolute Rarität bieten: Stabilität in Küche und Service auf hohem Niveau.

Wir haben es uns in einem der neobarocken Salons gemütlich gemacht, von denen es vier an der Zahl in dieser Villa aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts gibt – mal mit Klavier- mal mit Akkordeonbegleitung. Schon in den 70er Jahren zählte dieses Restaurant auf dem Budapester Rosenhügel mit zu den besten in der Stadt. Nach dem Umbau im Jahre 1994 konnten wir uns bereits von der gastronomischen Stabilität überzeugen. Und wieder sechzehn Jahre später gibt es noch immer kaum Kritik an den Küchen- und Service-Leistungen. Und noch immer treffen wir hier die Eigentümerin Frau Margó Vetter (Foto mit ihrem Gatten) an, die uns mit ihrem charmanten Deutsch nicht nur herzlich begrüßt, sondern auch gleich die Speisenkarte vorstellt. Allerdings nicht, ohne vorab ein magenöffnendes Getränk zu servieren. Aus der Küche kommen hauptsächlich typisch ungarische Gerichte, allerdings in ihren leichteren, eleganteren Varianten. Die geröstete Gänseleber kann sich schmecken lassen, ebenso die Garnelen, das Rehfilet, die Lammkrone, der Fisch-Varianten-Teller, alles mit gekonnt zubereiteten Gemüsen, Gratins oder Saucen. Nur die Consommé trübte etwas die Küchenperfektion. In eine richtig reduzierten klaren Brühe hat aber auch nicht das kleinste Instantkrümel etwas zu suchen…!

Die Weine waren, bis auf die leider noch zu süßlichen Weißweine, allesamt sehr genießbar – insbesondere der Rosé aus dem Bock-Keller. Spätestens an den Weinpreisen wird man daran erinnert, dass man sich hier in einem wirklichen Spitzenrestaurant befindet. Aber wenn man die ausgezeichnete Küchenqualität, den liebevollen und fachkundigen Service sowie das gepflegte, wenn auch sehr bürgerliche Ambiente zu den Speisenkartenpreisen hinzu rechnet, kann man sowohl das „Gundel“ wie auch andere selbst ernannte Spitzenrestaurants getrost vergessen…! Das „Vadrózsa“ dürfte nicht nur mit zu den besten Restaurants Ungarns gehören, sondern auch zu seinen gastronomisch stabilsten. gbs

www.vadrozsa.hu

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