(c) Pester Lloyd / 04 – 2017 NACHRICHTEN& 23.01.2017
nbsp; 23.01.2017 Ermittlungen nach Busunfall: Ungarn trauert um Opfer, ehrt Helden. Brand schon vor Aufprall?
Am Wochenende demonstrierten hunderte Menschen in Ungarn, Italien und in anderen Ländern öffentlich ihre Trauer über die Opfer des Busunglücks unweit Verona . Für den heutigen Montag hat die Regierung Staatstrauer angeordnet und vor dem Parlament eine Trauerzeremonie abgehalten.
Besonders gewürdigt wurde dabei der Einsatz des an Bord befindlichen Sportlehrers György Vigh und seiner Frau Erika, die durch ihr Verhalten einem Dutzend Kinder das Leben gerettet haben, wobei ihre eigenen beiden Kinder in den Flammen umkamen. Beide sollen mehrmals in das brennende Fahrzeug zurückgeklettert sein, um Verletzte zu bergen und vor dem sicheren Flammentod zu bewahren.
Forensiker aus Italien und Ungarn werden noch Tage damit beschäftigt sein, die Identitäten der Opfer zu klären, hieß es in einer Erklärung. Selbst zwei der Schwerstverletzten mit Verbrennungen dritten Grades an bis zu 60% der Körperoberfläche sind noch nicht identifiziert. Die Überlebenden sowie die transportfähigen Verletzten wurden nach Ungarn zurückgebracht.
Derweil laufen die Ermittlungen über die Unfallursache. Dabei spielen sowohl der technische Zustand des Busses sowie die gesundheitlichen und konditionellen Zustände der Fahrer eine Rolle. Das Busunternehmen Pizolitbusz aus dem südungarischen Kiskunfélegyháza wurde in die Ermittlungen einbezogen. Es wurden Zeugenaussagen bekannt, wonach bereits vor dem Aufprall Rauch aus dem Bus gesichtet worden sein soll. Diese Annahmen teilte u.a. auch der für Gesundheit zuständige Minister Balog vor Journalisten mit.
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