(c) Pester Lloyd / 04 – 2017 NACHRICHTEN& 23.01.2017
nbsp; 23.01.2017
Ungarns Ministerpräsident Orbán übermittelte dem neuen US-Präsidenten Donald Trump Glückwünsche zur Amtseinführung: „Ihr historischer Wahlerfolg gibt Ihnen ein starkes Mandat durch die amerikanischen Bürger, einen Wandel herbeizuführen.“ Dabei werde er einer Reihe „enormer Herausforderungen“ begegnen, die „neue und mutige Anstrengungen“ verlangen. In Fragen des Kampfes gegen den Terrorismus, in der Wirtschafts- und Einwanderungspolitik und im Grenzschutz verfolgten er und Trump „die gleichen Visionen“, die von der Sorge um die Nation und die Sicherheit ihrer Bürger geprägt seien. Orbán erkennt in Trumps Machtübernahme eine „historische Chance, die Zukunft gemeinsam zu gestalten“.
Die Regierungspartei Fidesz interpretierte die Worte ihres Vorsitzenden in einer Aussendung noch etwas kämpferischer. Danach kündigt die Inauguration Trumps eine „neue Ära an, in der die Diktatur der Political Correctness von geradlinigen Ansagen und Entscheidungen, basierend auf gesundem Menschenverstande abgelöst“ werde und „Ideologien“ keine Rolle mehr spielten. Mit den USA sei man durch gemeinsame Werte verbunden wie „Freiheit, menschliche Würde und den Respekt für Mut“.
Eine von der regierungsnahen Organisation CÖF angesetzte „gigantische Willkommensparty für eine neue Weltordnung“ wurde ein maximaler Reinfall. Nur ein paar Dutzend Anhänger kamen auf den Freiheitsplatz, vier der angekündigten Redner ließen sich krankheitsbedingt entschuldigen, nur Orbáns Freund und Hassprediger Zsolt Bayer verdampfte einige Worte in die Budapester Winternacht.
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