(c) Pester Lloyd / 32 – 2009 WIRTSCHAFT 07.08.2009
Hotelauslastung in Ungarn unter 40%
Die Übernachtungen in Hotels und Pensionen in Ungarn sind im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 10,6% zurückgegangen. Das meldet das Statistische Zentralamt in Budapest (KSH). Danach wurden in „kommerziellen Übernachtungseinrichtungen“ von Januar bis Juni noch 7,33 Millionen Gastnächte gebucht. Im Juni lag der Rückgang noch bei 5,7% zum Vorjahr, d.h. er verlangsamte sich gegenüber den im Mai gemessenen -13,1% deutlich.
Dabei gingen die Buchungen im Juni durch Ausländer um 4,3% zurück, Inländer checkten zu 7,1% weniger ein. Im Jahresvergleich des ersten Halbjahres kamen jedoch fast 14% weniger Ausländer (bezogen auf geuchte Übernachtungen pro Kopf) nach Ungarn. Österreich und Tschechien waren unter den den Top Ten Herkunfstländern dabei die einzigen beiden, von wo die Urlauberzahlen ungefähr stabil geblieben sind. Die stärksten Rückgänge hatte man aus USA und Grossbritannien zu verzeichnen, von dort blieben jeweils fast ein Drittel der Gäste weg. Aus Deutschland kamen rund 11% weniger Besucher zum übernachten in Ungarn.
Besonders zu schaffen macht den Hoteliers, dass die ausbleibenden Ausländer nicht einmal mehr durch Ungarn ersetzt werden. Man hatte gehofft, diese würden in Zeiten der Krise eher im Inland urlauben. Doch entweder entschieden sich die Ungarn für billigere Privatquartiere oder blieben gleich ganz zu Hause. Selbst in den Hotels, wo Ungarn einbuchten, gelang das nur durch massive Rabatte. Die Auslastungsrate der ungarischen Hotels erreichte im ersten Halbjahr 2009 den historischen Tiefststand von 39,1%. Wellneshotels schnitten dabei mit durchschnittlich 52,4% noch am besten ab.
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