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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 30/2013

(c) Pester Lloyd / 30 – 2013 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Von Ungarn nach Moskau und zurück für unter 100.- EUR?

23.07.2013 · Nachrichten

Mit Kampfpreisen startet die ungarische Billigairline Wizz Air ab 23. September ihre neue Route zwischen Budapest und Moskau. Die Strecke soll fünfmal in der Woche bedient werden, das niedrigste Ticketkontingent soll bei nur 22.000 Forint (ca. 75.- EUR) für den Hin- und Rückflug liegen, ohne zusätzliche Gepäckgebühren. Auch die „normalen“ Kategorien sollen noch spürbar unter den Konkurrenzpreisen von derzeit rund 300.- EUR liegen. Das verkündete der CEO von Wizz Air, József Váradi, am Freitag auf einer Pressekonferenz und ergänzte, dass man ebenfalls bald einen Direktflug nach St. Petersburg anbieten will, dazu stünde jedoch noch die russische Genehmigung aus. Der Kampfpreis nach Moskau kann mit dem Launch der neuen Airline Sólyom zusammenhängen, die sich neben dem Mittleren Osten und Nordafrika vor allem in der Ex-Sowjetunion etablieren will. Mehr dazu .

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Chefs der Autobahnverwaltung in Ungarn fristlos gefeuert

24.07.2013 · Nachrichten

Die Nationale Entwicklungsbank, MFB, Mehrheitseigner und Aufseher über die Autobahnverwaltungsgesellschaft ÁAK hat am Freitag deren Vorstandschef und operativen Direktor, Attila Bakó und Róbert Horváth fristlos gefeuert

Laut einigen Medienberichten steht die Kündigung im Zusammenhang mit der Einführung der elektronischen Maut für LkW per 1. Juli, deren Einführung sich zunächst wegen einer gescheiterten Ausschreibung verzögerte und in der Folge durch die Autobahngesellschaft selbst umgesetzt werden sollte. Zwar ging das behelfsmäßige System zunächst in Betrieb, versagte aber immer wieder den Dienst, was den Staat Geld und die Beteiligten aller Seiten Nerven und Zeit kostete. Immer wieder wurde die Einhebung streckenweise oder komplett aufgehoben oder auf das alte händische System umgestellt, so dass zeitweise niemand mehr wusste, wann nun was, wie und wo zu bezahlen ist.

Die MFB selbst leugnet, dass es mit dieser Sache etwas zu tun habe, dementierte hingegen einen Bericht der Zeitung „Népszabdság“ nicht, wonach der Eissturm rund um den Nationalfeiertag des 15. März mit der Kündigung zu tun haben könnte. Beide Manager waren, während tausende im Schneesturm auf der Autobahn M1 gefangen waren, lange nicht erreichbar und befanden sich im Ausland, so die Zeitung. red.

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T-Systems Ungarn erhält Zuschlag für City Bike Konzept in Budapest

24.07.2013 · Nachrichten

Die ungarische Tochter von T-Systems hat, im Verbund mit den Subunternehen Next Bike und Schwinn Csepel eine Ausschreibung der Stadt Budapest zur Installation und zum Betrieb eines städtischen, öffentlichen Mietfahrradsystems gewonnen. Das Gebot von T-System die Errichtung betreffend betrug 899 Millionen Forint, ca. 3 Mio. EUR, womit das Projekt zu 100% aus EU-Mitteln finanziert werden kann. Die Gemeinschaft genehmigte Budapest 900 Mio. HUF für das Projekt. T-Systems und seine Partner müssen nun binnen acht Monaten das „Budapest Bicikli“-Netzwerk von 75 Dockingstationen für insgesamt 1.100 Fahrräder errichten, das Netzwerk soll später erweitert werden. Die Fahrräder werden mit GPS überwacht, die einmalige Anmeldung erfolgt über eine Bank- oder Kredikarte im Internet oder am Terminal. Die ersten 30 Minuten Ausleihe soll kostenlos sein, in anderen Städten ist man da großzügiger und gewährt zumindest eine Stunde kostenloses Radeln.

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Jeder dritte Abiturient in Ungarn will im Ausland studieren

25.07.2013 · Nachrichten

Das Institut für Wirtschafts- und Unternehmensforschung IEER hat am Dienstag eine Studie vorgestellt, die der Hochschulreform der Orbán-Regierung die denkbar schlechteste Note ausstellt. Gerade fertig gewordene Abiturienten sowie Gymnasiasten wurden nach ihren Zukunftsplänen hinsichtlich des Studiums befragt. Während von den gerade das Abitur abgelegten Schülern 18% antworteten, dass sie im Ausland studieren werden, wollen (bzw. müssen) das von den 9 bis 11.-Klässerln bereits 36% tun, zu vage, vor allem aber zu teuer sind die Perspektiven für ein Studium in Ungarn geworden, zumal es im Land auch an ausreichenden Neben- und Einstiegsjobs fehlt. 14% werden womöglich überhaupt nicht studieren. Was besonders auffällt, ist, dass vor allem die Schüler von in Budapest ansässigen Gymnasien sowie jene aus sogenannten „Elitegymnasien“ den Weg ins Ausland vorziehen, von denen wiederum die Besten und überweigend die Mädchen, während ländliche, durchschnittliche, männliche Schüler eher in Ungarn bleiben wollen. Eine ähnliche soziale Gemengelage herrschte auch bei der Nachwendeabwanderung in Ostdeutschland. Die Topziele bei der Abwanderung der künftigen Eliten sind die gleichen geblieben: ganz oben steht Großbritannien (38%), USA (19%) sowie Österreich und Deutschland mit 14 bzw. 10%. red.

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EU beendet Vertragsverletzungsverfahren wegen Telekomsondersteuer gegen Spanien und Ungarn

25.07.2013 · Nachrichten

Die EU-Kommission hat ihre kürzlich eingereichten Klagen gegen Ungarn und Spanien vor dem Europäischen Gerichtshof wegen der Sondersteuern für die Telekombranche wieder zurückgezogen, nachdem das Gericht eine gleichlautende Klage gegen Frankreich abgewiesen hatte. Die Kommission beklagte, dass die Einnahmen aus den Sondersteuern in diesen Ländern nicht in die Branche reinvestiert würden, was EU-Regularien widerspräche. Das Gericht sah diesen Widerspruch im Falle Frankreichs nicht. Da die Argumentationen gegen Spanien und Ungarn gleichlautend waren, verzichtete die Kommission auf eine Verfahrenswiederholung. Ungarn hat seit 2010 in Form einer Krisensondersteuer rund 150 Mrd. Forint, also rund 500 Mio. EUR eingenommen. red.

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Hitzewelle mit bis zu 40 Grad in Ungarn erwartet

25.07.2013 · Nachrichten

Hitzerekorde in Ungarn. Das staatliche Gesundheitsamt hat ab Donnerstag bis einschließlich Montag für viele Teile des Landes, vor allem aber Budapest einen Hitzealarm der zweithöchsten Stufe ausgelöst. Laut Meterorologischem Dienst sind am Wochenende in einigen Landesteilen Temperaturen von 40 Grad Celsius und mehr zu erwarten. Jedermann wird dringendst angeraten, lange, direkte Sonneneinstrahlung zu meiden, zwischen 11 und 15 Uhr möglichst generell nicht nach draußen zu gehen sowie viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Stadtangestellte werden an Metrostationen sowie am Deák Platz stationiert und dort Trinkwasser verteilen, vor allem ältere Menschen sollen auf sich Acht geben. Die städtischen Bäder bleiben eine Stunde länger als sonst geöffnet (also bis 21 Uhr), das Baden in Springbrunnen bleibt jedoch weiter untersagt, meldet MTI.

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