(c) Pester Lloyd / 17 – 2017 POLITIK 24.04.2017

Am Samstag waren es zwar nur ca. 2.000 bis 3.000 Personen, die sich gegen die Regierung auf die Straße begaben, also weit weniger als die Zigtausenden in den Wochen zuvor , doch ihr Auftrtitt war umso eindrücklicher.
Mit Sarkasmus und Ironie überzogen sie die Orbánsche Politik und desmakierten mit Humor und Lebensmut die finstere Seite der Macht, die Bigotterie und Verlogenheit der falschen Propheten, ihre Bündnisse gegen die Interessen des Landes, ihre Korruptheit und Volksferne.
“Wir werden keine Kolonie sein!” – das war auch die Leitparole der CÖF-Friedensmärsche, allerdings auf ungarische Flagge geschrieben und schon gar nicht auf Russisch…
Geladen hatte die „Partei des Zweischwänzigen Hundes“, die sich immer wieder mit beißendem Humor an den Propaganda-Aktionen der Regierung durch eigene – durch Spenden, nicht durch Steuergelder finanzierte – Plakataktionen in Szene setzte. Der Aufruf zu einem „Friedensmarsch für die Regierung, für Russland und gegen Alles andere“ war zudem eine Breitseite, gegen die devoten Protagonisten der proregierungs-„N“GO CÖF, die mit ihren „Friedenmärschen“ , so behaupteten sie jedenfalls, „mit der Liebe des Volkes“ Orbán vor einem „Putsch der EU und anderer Mächte“ 2012 bewahrten .
„Lang lebe Viktor!“, „Viktor, Heimat, Familie!“ „Wir brauchen keine Wahlen!“ und „Nieder mit der Pressefreiheit!“, „Wir wollen zwei Orbáns!“ „Wir wollen mehr Moskau!“ Weiter lasen wir Plakate wie „Die EU soll aufhören, unser Land mit Geld zu füllen“, „Schluss mit dem Unsinn Demokratie!“ „Wir lassen uns nicht von Soros-bezahlten Demonstranten provozieren…!“
Es sind Parolen, die auf dem Kopf stehen, Lachen befreit, ein Marsch gegen die Angst, aber auch einer, um vielen, die immer noch auf der Couch hocken, die Augen und Herzen zu öffnen. Nach Veranstalterangaben nahmen an dem Marsch „mindestens 30 Millionen Menschen teil.“
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