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Jüdischer Weltkongress zu „Solidaritätstagung“ in Ungarn

(c) Pester Lloyd / 12 – 2013 NACHRICHTEN 19.03.2013

Die nächste Vollversammlung des Jüdischen Weltkongresses (WJC) wird im Mai in Budapest stattfinden. Dazu werden rund 500 Delegierte von jüdischen Organisationen in der Diaspora, also außerhalb Israels, in der ungarischen Hauptstadt erwartet. Meistens trifft sich das Plenum in Jerusalem, nur ab und an in Städten mit einer großen jüdischen Gemeinde, wie z.B. in Brüssel (2005), New York (2007), die letzte Plenarsitzung war 2009. In Budapest steht die mit rund 6000 Plätzen größte Synagoge des europäischen Kontinents, hier auf einer Postkarte aus dem Jahre 1920

Gastgeber wird die Vereinigung der jüdischen Gemeinden in Ungarn sein, deren Vorsitzender Péter Feldmajer, sich darüber freut, den Delegierten das jüdische Leben in Budapest näher bringen zu können, der in der Wahl des Sitzungsortes aber auch einen „Ausdruck der Solidarität mit den ungarischen Juden“ sieht, „die in den letzten Jahren starken und aggressiven verbalen Angriffen ausgesetzt“ sind. Die Zahl der ungarischen Juden wird auf rund 150.000 geschätzt, jedoch sind deutlich weniger auch in Gemeinden organisiert, die meisten leben säkularisiert und sind seit mehreren hundert Jahren integrierter Bestandteil der ungarischen Gesellschaft, abgesehen von den Zeiten, als die ungarische Gesellschaft sie ausschloss. Mehr zum neuen Antisemitismus in Ungarn und den politische Hintergründen dazu

Lesetipps aus unserem Archiv:

Zwischen Wohlstand und Ohnmacht Zur Identität und Lage der Juden in Osteuropa nach Krieg und Wende http://www.pesterlloyd.net/html/2008stiegnitzjuden.html

Zwischen Sabbat und Szoda-Bar Jung und Jüdisch in Budapest

Lebendiger Kiez Das „Sirály“, ein echter Multi-Kulti-Szenetreff im Jüdischen Viertel von Budapest

Vom Ghetto zum Trendbezirk Im jüdischen Viertel von Budapest ist nicht nur die Vergangenheit bewegt

Die Apartment-Synagoge Wie bringt man Leben in die Bude? Besuch in einer jüdischen Mädchen-WG in Budapest (Wie bringt man Leben in die Bude? Besuch in einer jüdischen Mädchen-WG in Budapest)

„Ich wünsche euch ein Leben ohne Angst“ Ungarische Zeitzeugin berichtet in Deutscher Schule Budapest vom Holocaust

Weitere interessante Texte z.B. zu den Judengesetzen in Ungarn finden Sie auch in unserem Archif ab 1854:

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