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Kontrollen und Strafen: Ungarn will Uber mit Gewalt vom Markt drängen

(c) Pester Lloyd / 22 – 2015 NACHRICHTEN 25.05.2015

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Das ungarische Finanzamt, NAV, hat sich festgelegt. Die Tätigkeit des Fahrdienstanbieters Uber in Ungarn sei „illegal“. Bei einer konzertierten Kontrollaktion in Budapest habe man „bei jedem einzelnen Uber-Fahrer Unregelmäßigkeiten aufgedeckt“, teilte das Finanzministerium in einer Aussendung mit. Auf die Fahrer, die under cover getestet wurden, kommen nun Strafen von je 200.000 Forint (ca. 650.- EUR) zu. Wie viele Fahrer betroffen sind, wurde nicht bekannt gegeben.

Die Hauptbeanstandungen: die Fahrer hatten keine sichtbare Steuernummer und keine Rechnungen bei Bezahlung ausgehändigt. Es fehlten außerdem Taxameter und Taxilizenzen. Der Minister ergänzte, dass man weitere Testfahrten abhalten werde. Damit folgte man also der Forderung der traditionellen Taxianbieter, die gleiche Regeln und gleiche Preise für den Alternativanbieter forderten und dieser Forderung bereits auch mit Blockaden Nachdruck verliehen .

Das Unternehmen Uber mit Sitz in San Francisco, das mittlerweile seine App-basierten Dienste in 200 Städten der Welt anbietet, tritt in Budapest mit einem Basistarif von nur 300 Forint (0.95 EUR) und 130 Forint pro Kilometer (32 Cents) gegen die Taxifirmen mit 450 HUF Einstiegs- und 280 HUF Kilometertarif an.

Während Kritiker von Lohndumping auf Kosten der Taxifahrer sowie einger Gefährdung der Fahrgäste sprechen, schütteln die Befürworter nur den Kopf: Ungarn – und andere Gegner – verweigerten sich einfach den Zeitläuften und neuen Technologien. Man werde in einer vernetzten Welt auf Dauer nicht verhindern können, dass sich Menschen ihre Dienstleister nach ihren Kriterien wählen und nicht nach staatlichen monopolisierten Vorgaben. red.

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