(c) Pester Lloyd / 50 – 2010 NACHRICHTEN 17.12.2010
Konzerne beschweren sich bei der EU über Krisensteuer in Ungarn
Etliche der von der Krisensondersteuer in Ungarn betroffenen internationalen Unternehmen beschweren sich jetzt direkt bei der EU-Kommission. In einem Brief hält man die Maßnahmen, vor allem aber auch die Art und Weise der Einführung für „inakzeptabel“. Unter den Beschwerdeführern finden sich die OMV, Allianz, RWE, E.ON, EnBW, Deutsche Telekom, Rewe, Spar, Aegon und die ING Group. Sie fordern die EU-Kommission direkt auf, rechtliche Schritte gegen Ungarn und zum Schutz des freien Marktes zu ergreifen. „In den jüngsten Entscheidungen der ungarischen Regierung sehen wir einen Versuch, den Staatshaushalt auf dem Rücken ausgewählter Sektoren und ausländischer Unternehmen auszugleichen“, heißt es in dem Brief, womit die Intention der Regierung völlig richtig wiedergegeben wurde, dies sagt es mit den gleichen Worten, was im ungarischen Volk bisher bestens ankam, wie Umfragen belegen. Die Konzernbosse schreiben weiter, dass die Maßnahmen der Regierung nicht nur künftigen Investitionen schade, sondern auch die Glaubwürdigkeit des ungarischen Bekenntnisses zum EU-Binnenmarkt in Frage stelle. Rund 80% der Sondersteuern fallen auf Unternehmen unter ausländischer Kontrolle, 35% allein auf Töchter deutscher Unternehmen.
Multis melken: Sondersteuern auch nach 2012 http://www.pesterlloyd.net/2010_45/45sondersteuer2014/45sondersteuer2014.html
Multis als Zahlmeister – Deutsche Firmen tragen höchsten Anteil an Krisensteuer http://www.pesterlloyd.net/2010_43/43krisensteuer/43krisensteuer.html
Milliardenwechsel auf die Zukunft: Details und Reaktionen zur neuen Krisensteuern
http://www.pesterlloyd.net/2010_42/42krisensteuer/42krisensteuer.html
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