(c) Pester Lloyd / 17 – 2010 BUDAPEST 28.04.2010


Konzerte mit Kati Rácz sind ein Ereignis
Volle zwei Stunden, ohne Unterbrechung, sang und tanzte am Samstagabend die Jazz-Ikone Kati Rácz im Restaurant „Kogard“. Im Rahmen der Theresienstädter Jazz-Abende trat sie mit ihrer Band und ihrer unglaublichen Röhre, wenn man respektlos vom gewaltigen Stimmorgan der Rácz so sagen darf, vor handverlesenem Publikum auf.
Von Jazz über Pop bis zu Soul-Anklängen reichte ihr Repertoire, mit dem sie nicht nur an diesem Abend begeisterte. Die gekonnten Absprachen zwischen Sängerin und Band lassen auf eine lange künstlerische Zusammenarbeit, aber keineswegs auf Routine, schließen. Die fünf Musikanten sind allesamt Solisten auf ihren Instrumenten und halten damit auch nicht hinter dem Berg. Hervorragend die Soli des Saxophonisten! Für den relativ kleinen Gastraum sind demzufolge die verstärkten Stimmen ziemlich laut. Aber da sich sogar einige Gäste zum Tanzen animiert fühlten, kann es wiederum nicht laut genug gewesen sein. Und das „Kogart“ spielte mit Küche, Kellner und einem sehr anständigen Service gekonnt seine Rolle des anspruchsvollen Gastgebers. Was hier aus der Küche kommt hat Qualität und ist vom Preis her ehrlich. Man sollte aber eine Einkehr im schönen Palais in der Andrássy ut 112 unbedingt mit einem Ausstellungsbesuch in den oberen Räumen verbinden. Denn während in der unteren Etage die Küchenkunst ihr Refugium hat, sind die Etagen darüber der Bildenden Kunst vorbehalten. Ständig wechselnde, anspruchsvolle Werke von internationalen Meistern sind hier zu besichtigen. Und Abende wie dieser mit der quirligen Káti Rácz gehören zum festen Bestandteil in diesem Hauses voller Kunst und Gastronomie. Kati Rácz ist am 8. Mai um 22 Uhr im Meditteran Jazz-Pub am Liszt Ferenc tér sowie am 22. Mai um 21 Uhr im Cotton-Club, Jokai u. 26, zu erleben. Das Festival ist am 29.5. beendet, weitere Konzerte der Jazznächte in der Terézváros
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