Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Künstlerische Einblicke in die Transformation 1989-2009 im Ludwig Museum Budapest

(c) Pester Lloyd / 09 – 2010 KULTUR 01.03.2010

Künstlerische Einblicke in die Transformation 1989-2009 im Ludwig Museum Budapest

Momente der Transformation 1989-2009, im Ludwig Museum Budapest

Noch bis zum 7. März gibt es im Ludwig Museum die Möglichkeit, die Ausstellung „…on the eastern front“ zu besuchen. Eine Ausstellung, die mit Hilfe von Kamera, Stativ und Doppelzoom die Momente der Entwicklung ehemaliger Ostblockstaaten einfängt, konservieren und aufzeigen will. Das moderne Kunstmittel Videokamera scheint die Bedingung der Kunstwerke.

Was verändert sich für das Individuum und welche Konsequenzen muss die Gesellschaft tragen? Was bedeutet der Wechsel von kommunistischem Regime zur plötzlich undefinierten Freiheit und Orientierungslosigkeit? Was bedeutet das „Freigelassen werden“ und „Hinausgestoßen sein“? Und lernen Menschen aus Fehlern? Und wie soll verarbeitet werden? Die unterschiedlichsten Ansätze der unterschiedlichsten Künstler werden nebeneinander präsentiert und ergeben eine ungeahnte Fülle, eine Pralinenschachtel an Verständnisangeboten. Während das eine Filmteam bewusst inszeniert, dramaturgisch eingreift, reduzieren andere Künstler ihre Aufgabe auf bloßes Festhalten und vielleicht das bewusste Setzen von Konfliktpotential.

Die in der Ausstellung gezeigten Videos sind eine Leihgabe des Archivs „Transitland“. Dieses einzigartige Archiv sammelt Videokunst aus dem Zeitraum 1989-2009 und ist eine Kooperation des Ludwig Museums. Um einen Vorgeschmack zu geben: Ein junger Mann mit straff gekämmten Scheitel und Hornbrille steht im nicht mehr genutzten Stadion Warschaus und spricht, schreit, kämpft mit dem Megafon um Aufmerksamkeit. Der junge Mann mit dem etwas skurrilen Äußeren spricht von der Vergangenheitsbewältigung der Polen den 2. Weltkrieg betreffend. Sein Vorschlag ist, die Juden mit freundlichen Einladungen in das Land zurückholen, denn die Bewältigung der Schuld und Nichtschuld ginge nur in Anwesenheit des Opfers.

Katherin Wagenknecht

Bis 7. März Ludwig Museum Komor Marcell utca 1, 1095 Bp. Eintritt 2200 Huf, ermäßigt 1100 Huf

Weiterführende Informationen: http://www.ludwigmuseum.hu

Titelseite der aktuellen Pester-Lloyd-Wochenzeitung

Neu · Jeden Freitag als PDF

Der Pester Lloyd als Wochenzeitung – wie früher am Kiosk, nur digital

Ausgabe 10.–16. August 2026, 15 Seiten im großen Zeitungsformat. Darin unter anderem:

• Sziget, Tag drei – Florence, Staub und ein Ermittlungsverfahren• András Baka vereidigt – ein Präsident für den demokratischen Wiederaufbau

Zeitung ansehen – 2,50 €

In eigener Sache – Ihr Kauf unterstützt unabhängigen Journalismus ohne Paywall.

0 0 Bewertungen
Beitragsbewertung
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
© Alle Inhalte Copyright 2026 Pester Lloyd
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x