(c) Pester Lloyd / 10 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Alcoa und Falco kündigen Entlassungen in Ungarn an
06.03.2009 · Wirtschaft
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Alcoa und Falco kündigen Entlassungen in Ungarn an
Das amerikanische Aluminiumunternehmen Alcoa erwägt laut einem Firmensprecher Personal in zwei seiner ungarischen Werke abzubauen. Es geht dabei um die Fertigungsanlage für Autoteile in der Nähe von Mór, wo bis zu 150 weitere Mitarbeiter zum Stempeln geschickt werden könnten. Bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres mussten 550 Leih- und Mitarbeiter gehen. Nun steht der Verkauf des gesamten Werkes auf dem Plan. Auch der Standort in Szekesfehérvár mit 65 Beschäftigten, steht angeblich zum Verkauf.
Auch der Szombáthely ansässige Schiffsbauer Falco wird seine Belegschaftszahl auf 120 reduzieren. Damit erfüllt das Unternehmen Vorgaben der österreichischen Mutter Kronospan. Hier geht es aber um eine Umverlagerung der Kapazitäten aus Ungarn in die Slowakei. Auch in Polen, Serbien und Rumänien soll weiter investiert werden. Noch vor zwei Jahren beschäftigte das ungarische Tochterunternehmen Falco 470 Mitarbeiter, rund 200 sind davon geblieben.
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Rechnungslotto läuft an
06.03.2009 · Wirtschaft
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Rechnungslotto läuft an
Selbst das ungarische Finanzministerium ist ein bunter Jahrmarkt geworden. Der Minister freute sich letzte Woche öffentlich über den großen Erfolg, der von ihm angeregten „Rechnungs-Lotterie“. Mehr als 70.000 Einsendungen habe es bereits gegeben. Das Spiel lautet: Privatpersonen senden Rechnungen, die sie für erbrachte Leistungen erhalten haben ein, daraus werden pro Monat 10 Gewinner gezogen, die jeweils 1 Mio HUF (ca. – noch – 3.160 EUR) gewinnen.
Man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen: der Staat legt eine Lotterie an, um sein Volk zu bewegen, Dienstleistungen, z.B. durch Handwerker, Friseure etc. ordentlich fakturieren zu lassen, was eben auch bedeutet, Mehrwertsteuer zu zahlen (und abzuführen). Man rechnet am Ende mit ungefähr 300.000 Einsendungen.
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0910nationalbank
09.03.2009 · Politik
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Kampfansage gegen Währungsverfall
Die ungarische Zentralbank will „das gesamte Arsenal zum Kampf gegen den exzessiven Verfall des Forint“ nutzen.
Neben solcher Art von Ankündigungen zählt dazu vor allem der Verkauf von Eurobeständen. Zinsanhebungen sind derzeit eher keine Option. Das etwas vage Ziel der Nationalbank besteht nach deren Bekunden darin, „die Prozesse am Finanzmarkt mit den Aussichten der Realwirtschaft zu harmonisieren“. Die derzeitige wochenlange rasante Talfahrt des Forint habe mit den Fundamentaldaten der ungarischen Finanzwirtschaft nichts mehr zu tun.
„Es gibt Tendenzen die Lage in Mittelosteuropa schlecht zu reden.“ Immerhin stünden dem Land bedeutende Kreditlinien internationaler Geldgber zur Verfügung (gemeint ist das EU- IWF- Hilfspaket), die Fremdwährungsreserven seien relativ stabil und den einheimischen Banken werde von den ausländischen Muttergesellschaften permanent der Rücken gestärkt. Der Forintabsturz würde gleichwohl negativen Einfluß auf die finanztechnischen Bedingungen in Ungarn ausüben, hieß es.
Sowohl am 6. als auch am 8. März trafen sich die Zentralbanker zu außerordentlichen Sitzungen, um über Lage und Maßnahmen zu beraten. Am Montag stand die ungarische Währung bei ca. 311 zum EUR und damit rund 6-7 Forint besser als noch am Freitag.
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