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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 11/2009

(c) Pester Lloyd / 11 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Ungarn: 14% mehr Arbeitslose als vor einem Jahr

11.03.2009 · Wirtschaft

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Ungarn: 14% mehr Arbeitslose als vor einem Jahr

Seit Oktober haben ungarische Firmen offiziell 20.000 Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit entlassen. Dabei handelt es sich jedoch nur um die Zahl derjenigen, die bis dato keinen neuen Job fanden. Allein im Februar kamen 4.860 Entlassungen in 63 Unternehmen hinzu, fast alle in der verarbeitenden Industrie. Im Februar stieg die Zahl der Jobsuchenden laut Arbeitsamt nochmals um 6,7% zum Januar auf nun 543.000 Personen. Eine Steigerung von 14% binnen eines Jahres. Die Zahl der offenen Stellen betrug rund 22.000.

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Gerücht um Bankenrun in Ungarn

11.03.2009 · Wirtschaft

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Gerücht um Einfrieren von Konten: „schlechter Scherz“

Seit letzter Woche wuseln Gerüchte aus diversen Hinterzimmern, ungarische Banken könnten die Guthaben ihrer Kunden einfrieren oder den Zugriff beschränken. Als Datum für einen dann befürchteten Bankenrun wurde ausgerechnet Freitag, der 13. kolportiert. Nachdem bereits die ungarische Finanzmarktaufsicht PSZÁF dies als kompletten Unsinn abgetan hatte, sahen sich heute auch Bankmanager auf einer Pressekonferenz im Anschluß an eine Bankentagung zu Dementis aufgefordert.

„Selbst wenn sich Ungarns negative Wirtschaftsentwicklung fortsetze, ist ein Einfrieren der Bankguthaben ein Ding der Unmöglichkeit“, sagte z.B. Péter Heim, Chef des Aegon Fonds Managements. István Hamecz, Leiter der Fondsabteilung der OTP nennt alles nur einen „schlechten Scherz“. „Völlig irrational“ sei angesichts der „unbegrenzten Forintliquidität“ so ein Gedanke, fügte András Vértes vom Forschungsinstitut KGI hinzu.

Marktbeobachter kritisieren indes, dass es sowohl von der Nationalbank als auch der Finanzaufsicht überhaupt Dementis zu der Sache gegeben habe. Es wäre ein psychologisch kontraproduktives Signal, auf solche abstrusen Gerüchte überhaupt einzugehen. Als Quelle wurden Biertischgespräche angelsächsischer Bankanalysten vermutet.

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