(c) Pester Lloyd / 12 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Bau der U4 in Budapest vor dem Aus?
19.03.2009 · Wirtschaft
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Eine U-Bahn als Geisel
Der Bau von Budapests vierter U-Bahnlinie könnte in Kürze gestoppt werden
Der Grund ist ein vom ausführenden Unternehmen Bamco gestelltes Ultimatum an den Bauherren, die Budapester Verkehrsbetriebe (BKV). Von denen wird die Bezahlung einer ausstehenden Rechnung über 35 Mrd. HUF (ca. 115 Mio EUR) bis 12. April gefordert, andernfalls würden alle Bauarbeiten eingestellt und Bamco würde aus den Verträgen aussteigen.
Der Streit begann mit Forderungen der BKV auf Strafabzüge für verspätete Fertigstellungen, welche die Bamco nicht hinnehmen will. Bamco erklärt, dass die BKV seit 2006 regelmäßig vertragsbrüchig geworden sei. Man habe baubedingte Mehrkosten in Rechnung zu stellen, so wie das der Vertrag vorsieht. Da baubedingte Verzögerungen und in einigen Fällen endlos lange Genehmigungsverfahren nicht als vertragsstrafwürdig gewertet werden dürften, fordert man die Rücknahme der Vertragsstrafen in Höhe von rund 200 Mio EUR.
Außerdem fordert man von der BKV die Aufstellung eines neuen, realistischen Zeitplans, der sich an den Gegebenheiten und nicht dem Wunschdenken der Manager orientiert. Die BKV argumentiert hingegen, dass Bamco lediglich mehr Geld von der Stadt herausschlagen will und sich erpresserischer Methoden bedient. Indes werden Stimmen lauter, den Bau der U-Bahn aufgrund der angespannten Finanzsituation ganz abzublasen, wiewohl er schon recht weit fortgeschritten ist.
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0912wohnungsmarkt
19.03.2009 · Wirtschaft
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Wohnungsmarkt in Ungarn bricht ein
Die Immobilienagentur Otthon Centrum befürchtet für 2009 einen massiven Einbruch auf dem Wohnungs- und Einfamilienhausmarkt in Ungarn von bis zu 30%, was zwangsläufig auch zu einem weiteren Rückgang der Bautätigkeit führen wird. Man schätzt, dass in diesem Jahr höchtens noch 25.000 Eigentumswohnungen / Einfamilienhäuser errichtet werden, im letzten waren es noch 36.000. Dies könnte für 2011 sogar für eine gewisse Verknappung auf dem Wohnungsmarkt führen. Einen so großen Preisverfall wie in anderen osteuropäischen Ländern erwartet Otthon Centrum aber nicht, da es in Ungarn keine „derartige Immobilienblase“ gegeben habe. Die Verkäufer werden aber wohl kaum die Mehrwertsteuererhöhung an die Kunden weitergeben können. Der Markttrend geht zur Zeit naturgemäß hin zu kleineren Einheiten. Die meisten neuen Wohnungen entstehen in diesem Jahr in Budapests 11. Bezirk, im Jahr davor war der 13. am trendigsten.
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