(c) Pester Lloyd / 12 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
General Electric verlängert in Ungarn das Wochenende
15.03.2009 · Wirtschaft
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General Electric verlängert das Wochenende
Die ungarische Tochter des amerikanischen Elektroriesen General Electric führt die 4-Tage-Woche ein. Diese Maßnahme sei notwendig, um Entlassungen zu vermeiden, verkündete das Unternehmen. Die Gewerkschaften hätten bereits der Arbeitszeitverkürzung in acht Fabriken zugestimmt, von der rund 40% der 9.500 dort arbeitenden Menschen betroffen sein werden. GE beschäftigt insgesamt in Ungarn 14.500 Mitarbeiter. Einzig die Budapest Bank, auch ein Unternehmen von GE, wird von den Maßnahmen vorerst nicht betroffen sein.
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Gehaltsschere: Banker verdienen 50% mehr als Bankerinnen
15.03.2009 · Wirtschaft
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Gehaltsschere in Ungarn
Banker verdienen 50% mehr als Bankerinnen
Ungarische Frauen erhalten in Ungarn im Schnitt rund 13% weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Damit steht das Land immerhin besser da als die Nachbarn in der Slowakei mit 19% und als Tschechien mit 22% Unterschied. Die Daten von 106.000 Beschäftigten wurden dazu ausgewertet. Diese ergaben, dass die Schere im Bankensektor am größten ist, so ist es durchaus möglich, dass ein Filialleiter einer ungarischen Bank 50% mehr verdient als eine Kollegin in gleicher Position. Im Handel und Buchhaltungsberufen beträgt der Unterschied immerhin noch ein Viertel, fast vorbildlich dagegen ist die Situation in der Werbebranche und der Öffentlichkeitsarbeit mit 5%. Besonders heftig fallen die Unterschiede bei Arbeitern aus. Männliche Arbeiter mit Pflichtschulabschluss verdienen – bei gleicher Arbeit – ein Drittel mehr als Frauen mit der gleichen Qualifikation. Männliche Universitätsabsolventen starten mit 16% mehr als ihre akademischen Kolleginnen.
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Kostspielige Hochwassersaison befürchtet
15.03.2009 · Wirtschaft
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Kostspielige Hochwassersaison befürchtet
Zu allem Unglück der Finanz- und Wirtschaftskrise ereilt Ungarn nun auch noch kostspieliges Hochwassergeschehen. Praktisch im ganzen Land, besonders aber an der Tisza / Theiß und ihren Nebenarmen herrscht Hochwasseralarm, akuter Alarm an insgesamt fast 400 Flusskilometern. Das Land ergriff und ergreift intensive Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser, die sich bei Fortsetzung des regnerischen Wetters um mehrere Milliarden Forint verteuern könnten. In diesem Jahr hat das Umweltministerium ca. 370 Mio. HUF (ca. 1,3 Mio. EUR) in unmittelbare Prävention gesteckt.
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IBM sucht mehr Personal in Ungarn
15.03.2009 · Wirtschaft
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IBM sucht mehr Personal in Ungarn
Eine Meldung mit Seltenheitswert in diesen Tagen: IBM, der amerikanische Computerhersteller und IT-Dienstleister will sein Service Center in Székesfehérvár ausbauen und sucht daher bis zu 290 neue Mitarbeiter. Möglich wird die Expansion auch durch EU-Förderungen gemacht.
Die IBM-Tochter Data Storage System hat fast 1,7 Mrd. EUR an EU- und ungarischen Geldern zum Betrieb und der Erweiterung seines „Remote Surveillance“-Centers akquiriert. Die Förderung bezieht sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren. Es handelt sich dabei um ein System zur Fernüberwachung von Software, dass u.a. für Unternehmen nutzbar ist, aber auch von staatlichen Behörden genutzt wird. Bei den 290 neuen Stellen handelt es sich um hochspezialisierte Arbeitsplätze für Softwareentwickler und andere IT-Systemexperten.
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Wirtschaftsminister hofft auf baldiges Wachstum
15.03.2009 · Wirtschaft
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Wirtschaftsminister Ungarns hofft auf baldiges Wachstum
Um das Vertrauen von Investoren sowie der internationalen Finanzmärkte jemals zurück gewinnen zu können, müsse Ungarn schon eine außergewöhnliche Performance hinlegen, meinte unüblich pessimistisch der Wirtschaftsminister des Landes, Gordon Bajnai. „Wir müssen 3-4% Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr und langfristig stabile 4-5%“ schaffen, um für das Ausland wieder attraktiv zu werden, sagte Bajnai auf einer Konferenz letzte Woche in Budapest.
Er hoffe vor allem auf die Wirksamkeit der beiden großen Konjunkturpakete seiner Regierung, die mit insgesamt 11 Mrd. EUR für Infrastrukturprogramme, die Bauwirtschaft, direkte und indirekte Hilfen für kleine und mittelständische Unternehmen, verbilligte Kredite und Bürgschaften sowie Übergangshilfen auch für die Großindustrie direkt die Wirtschaft ankurbeln sollen. Man habe zwar (offiziell) seit Oktober 30.000 Jobs in der Industrie verloren, aber es wurden – so der Minister – seit dem auch 10.000 neue geschaffen. Auch er befürwortet einen beschleunigten Beitritt seines Landes zur Eurozone, um sich der riskanten Währungsschwankungen zu entledigen.
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Balaton Motorrad-Grand-Prix abgesagt
15.03.2009 · Wirtschaft
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Balaton Motorrad-Grand-Prix abgesagt
Kurzfristig musste das für September geplante WM-Motorradrennen auf dem neu konzipierten Balatonring abgesagt werden. Das Rennen wird ersatzlos gestrichen, die Motorrad-WM muss daher mit 16 Rennen auskommen, teilt Promoter Dorna mit.
Die Verantwortlichen schieben sich gegenseitig die Schuld an dem organisatorischen und finanziellen Versagen des Projektes zu. Während die spanischen Errichter Verzögerungen bei der Kreditabwicklung aufgrund der ungarischen Wirtschaftskrise vorschieben, behaupten die Verantwortlichen der ungarischen Entwicklungsbank, dass das spanische Unternehmen Sedesa den Kredit nicht wie vereinbart beantragt habe. In den Balatonring und die umgebende Infrastruktur sollten fast 200 Mio EUR investiert werden. Etwa die Hälfte des Geldes sollte aus einem Kredit der Ungarischen Entwicklungsbank finanziert werden. Bisher habe Sedesa rund 20 Mio EUR in den 4,6 km langen Rennkurs gesteckt.
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