(c) Pester Lloyd / 12 – 2011 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Erdgas wird teurer in Rumänien
22.03.2011 · Rumänien
Erdgas wird in Rumänien um 25% teurer
Rumänien plant, den Erdgaspreis für inländische Abnehmer im Laufe des Jahres um 25% zu erhöhen. Die Anpassungen an gestiegene Preise auf dem Weltmarkt sollen schrittweise um 5% pro Monat ab April erfolgen. Laut der für die Energiepreise zuständige Behörde, ANRE, haben die wichtigsten Gasverteilungsunternehmen um die Zustimmung zu den höheren Tarifen gebeten. „Der Preis importierten Gases stieg in den letzten Monaten erheblich um fast ein Viertel aufgrund des anhaltenden Wachsens der Gaspreise auf dem Weltmarkt“, verdeutlichte ein Sprecher der rumänischen Tochter des französischen Energiekonzerns GDF Suez die Hintergründe gegenüber der Tageszeitung „Evenimentul Zilei”. Einheimische Produzenten konnten in den ersten drei Monaten dieses Jahres „die Nachfrage der Industrie oder Haushalte nicht decken“, erklärte Tudor Serban, Berater im Wirtschaftsministerium. Es sei nötig gewesen, mehr Gas als üblich aus Russland zu importieren. Ein starkes Wachstum der Erdgaspreise wird nach Ansicht von Wirtschaftsexperten die finanziellen Nöte vieler Rumänen verschärfen. „Das wird viele Familien in Bedrängnis bringen“, betonte Wirtschaftsanalyst Ionel Danca. Zumal bereits die Lebensmittelpreis enorm gestiegen sind .
Finanzämter des Westbalkans gemeinsam gegen Steuerhinterziehung
22.03.2011 · Westbalkan
Vertreter der Finanzämter Serbiens, Bosnien-Herzegowinas (bosnisch-kroatische Föderation), der Republika Srpska, Sloweniens und Montenegros unterzeichneten am Donnerstag in Belgrad eine regionale Vereinbarung zur Kooperation beim Kampf gegen das organisierte Finanzverbrechen und Steuerhinterziehung. Nach Angaben der nationalen serbischen Presseagentur Tanjug sieht die Vereinbarung ein schärferes Vorgehen gegen die graue Wirtschaft vor. Die Beamten betonten, dass diese Probleme auf dem Balkan weit verbreitet seien und keine Verwaltung sie allein bewältigen könne.
Der Generaldirektor der slowenischen Finanzverwaltung, Mojca Centa Debeljak, erklärte, die Unterzeichnung des Abkommens schaffe eine rechtliche Grundlage für den Austausch wichtiger Informationen für die Bekämpfung von Finanzverbrechen. Daneben sollen auch in der Berufsausbildung Erfahrungen gebündelt werden. Sein serbischer Kollege Dragutin Radosavljevic unterstrich die Bedeutung der Vereinbarung, ein Beispiel guter Zusammenarbeit der Staaten in der Region zu bilden.
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