(c) Pester Lloyd / 16 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Flughafen Budapest wird ausgebaut
15.04.2009 · Wirtschaft
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Ausbau von Flughafen Budapest beginnt Ende April
Am Budapester Flughafen Ferihegy II werden Bauarbeiten einige Monate den Komfort der Reisenden stören. Budapest Airport (BA) wird Ende April mit den Arbeiten am neuen Gebäude des Terminals 2 beginnen.
Daher wird der Parkplatz im Ankunftsbereich des Terminals (untere Ebene) gesperrt sein. Die Einschränkung gilt voraussichtlich bis Sommer 2010. BA empfiehlt daher den Reisenden die obere Ebene nur für Ein- und Ausstieg zu benutzen und ansonsten auf die anderen Parkareale auszuweichen.
Der Bau des neuen Gebäudes und andere Modernisierungsmaßnahmen werden rund 260 Mio EUR kosten. Dazu gehört u.a. ein neuer Terminal, namens SkyCourt, der die jetztigen 2A und 2B verbinden wird und als Herzstück des neuen Komplexes dient. Die Check-in Bereiche sollen um 40% erweitert werden, 10 neue Counter sollen entstehen, dazu acht Check-in-Automaten. Die Sicherheitskontrollen werden zentralisiert, 14 Screaner werden installiert und die Sicherheitstechnik wird der Zeit angepasst. Im Erdgeschoss werden mehr Shops Einzug halten, im Zwischengeschoss wird das derzeit bescheidene gastronomische Angebot erweitert.
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Einzelhandel Tschechien
15.04.2009 · Wirtschaft
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Einzelhandel Tschechien: -8%
Der tschechische Einzelhandel bekommt gerade die ganz große Krisenkeule zu spüren. Der Absatz ging von Februar 2007 auf Februar 2008 um fast 8 % zurück und schrumpfte damit doppelt so schnell wie von „Experten“ berechnet. Vor allem Möbel, Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik litten unter starken Einbrüchen im Verkauf. Den höchsten Rückgang im gleichen Zeitraum muss Lettland mit -25,3% verschmerzen, in Polen wuchs der Einzelhandel hingegen sogar um 2,4%.
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15.04.2009 · Wirtschaft
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Kein MKB-Verkauf durch BayernLB
Die Bayerische Landesbank und deren Tochter, die Ungarische Außenhandelsbank (MKB) haben Meldungen, wonach die EU ihre Zustimmung zum deutschen Bankenhilfpaket für die BayernLB von einem Verkauf ihres Ostgeschäftes, namentlich der MKB abhängig machen könnte. MKB-Chef Tamás Erdei sagte, dass es solche Pläne nicht gibt. Die Bayern LB will 30 Milliarden EUR des staatlichen Bankenschirms sowie Landeshilfen in Anspruch nehmen.
Damit soll u.a. ein Restrukturierungsprogramm finanziert werden, dass bis 2013 umgesetzt sein soll. Es soll sowohl Kostensparungen beinhalten, sowie eine Umschichtung der Aktivitäten. Die Bank kündigt die Schließung ihrer Büros in Paris, Mailand und Singapur an. Im Februar hat die BayernLB der MKB eine Kapitalspritze im damaligen Wert von 26,5 Mrd. HUF über eine Kapitalerhöhung zukommen lassen. Die MKB sieht sich weiter auf Wachstumskurs und ist insbesondere bei Immobilienprojekten und Infrastrukturinvestitionen aktiv.
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"Insolvente" Orco mit großem Verlust
15.04.2009 · Wirtschaft
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„Insolvente“ Orco mit großem Verlust
Einer der größten Immobilienentwickler in Mittelosteuropa, die Orco-Gruppe hat vor einigen Tagen „Gläubigerschutz“ nach Insovlenzrecht beim französischen Handelsgericht beantragt. Grund dafür ist der enorme Jahresverlust, den die Unternehmensgruppe aufgrund von Wertabschreibungen und Einnahmeausfällen hinnehmen muss. 2007 konnte man noch einen Gewinn von über 100 Mio EUR bilanzieren, für 2008 schrieb man ein Minus von 463,8 Mio EUR. Allein 217 Mio EUR davon waren Wertberichtigungen im Portfolio. Das Finanzergebnis betrug minus 127 Mio EUR. Orco will nun sehen, mit den Herzstücken seiner Aktivitäten zu überleben. In Ungarn wurden zwei Büroprojekte storniert, zwei weitere Projekte, Renovierung bzw. Umbau zweier historischer Gebäude sollen aber abgeschlossen werden können, hofft Zita Havasi, Unternehmenssprecherin in Budapest.
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Proteste in Budapest eskaliert
15.04.2009 · Politik
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Proteste in Budapest eskalierten
Brandanschläge am Morgen, Gänse zu Mittag, Verletzte am Abend
Auf dem Kossuth tér, dem Platz vor dem Ungarischen Parlament demonstrierten am Dienstag einige tausend Menschen gegen den, aus ihrer Sicht undemokratischen Tausch der Ministerpräsidenten und die Aufstellung einer neuen Regierung. Die Protestierer, geschätzt wurden um die 6.000 rekrutierten sich wieder vorwiegend vom rechten Rand des gesellschaftlichen Spektrums, unter ihnen waren etliche Uniformierte der „Ungarischen Garde“, die Menge skandierte die üblichen martialischen Parolen von „Ab ins Gefängnis!“ (mit Gyurcsány, Bajnai und Co.) bis hin zur Beschwörung des wahren Ungarntums.
Zuvor übergaben einige Gruppen eine Petition an Staatspräsident László Solyóm, in dem sie ihn zur Auflösung des Parlamentes und Neuwahlen aufforderten. Etliche Árpádflaggen (u.a. das Symbol der ungarischen Faschisten „Pfeilkreuzler“) und diverse national-religöse Symbole „zierten“ den Kossuth Platz. Teils wirre Redner riefen alle möglichen Urväter und Gottheiten um Beistand an und die wütende Menge johlte dazu, während im Parlamentssaal der übliche konsensfreie Schlagabtausch geführt wurde. Eine größere Gruppe von Demonstranten begann dann einen Korso, worauf die Polizei u.a. eine Schule und mehrere Cafés evakuierte.
Protestierer ließen 60 Gänse frei, diese standen symbolisch für… …die Flatterhaftigkeit und Geschwätzigkeit der Politiker? …die sechzig Komitate “Großungarns”?
…als Symbol für das wahre Ungarn, bodenhaftig und urig? …waren ein Werbegag der Stopfleberindustrie?
Industrieproduktion Slowakei
15.04.2009 · Wirtschaft
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Industrieproduktion Slowakei: -28%
Die slowakische Industrieproduktion ist auf einem Stand wie vor zehn Jahren. Im Zeitraum eines Jahres fiel der „Output“ der slowakischen industriellen Hersteller um 28%, man hatte gehofft mit knapp 20 davon zu kommen, doch nun ist der Rückgang noch stärker als beim Nachbarn Ungarn. Trotz der deutschen Verschrottungsprämie war die fast alles beherrschende Autoindustrie größter Verlierer (-44%), aber auch die zahlreichen TV- und Monitorproduzenten litten unter heftigsten Umsatzeinbrüchen. Die Exportleistung ging um 31% zurück und die Einfuhren um fast 33%.
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