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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 16/2010 (II)

(c) Pester Lloyd / 16 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Kaum noch Inflation in der Slowakei

21.04.2010 · Wirtschaft

Kaum noch Inflation in der Slowakei

Die Teuerung in der Slowakei erreichte im März den tiefsten Wert seit der Wende. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise lediglich um 0,8%, von Monat zu Monat um 0,3%, meldet das Slowakische Amt für Statistik. Dabei waren Alkohol und Tabak wegen gestiegener Verbrauchssteuern die größten Preistreiber, auch die Kosten für Arzneien zogen an. Deutlich weniger kosteten Möbel, Kleidung, Schuhe und Lebensmittel. Gestiegen sind auch die Verbraucherpreise in den Bereichen Post und Telekommunikationen, sonstige Waren und Dienstleistungen sowie Wohnen, Wasser, Strom und Brennstoffe. Gesunken sind auch die Preise für Freizeitangebote, Hotels und Kultur, allerdings jeweils nur um 0,2%.

Vage Zahlen zur Lohnentwicklung in Ungarn

21.04.2010 · Wirtschaft

Vage Zahlen zur Lohnentwicklung in Ungarn

Die Bruttogehälter in Ungarn wuchsen im Februar fast nicht, was allerdings mit Einmaleffekten durch Prämien- und Bonuszahlungen im öffentlichen Dienst im Januar vor einem Jahr zu erklären ist. Der Lohnzuwachs von Februar zu Februar betrug nach Angaben des Statsistischen Zentralamtes von 2009 bis 2010 lediglich 0,9 Prozent bei den Bruttogehältern, im Januar waren es noch +6,5%. In der Privatwirtschaft stiegen die Löhne um 4%, im öffentlichen Dienst sanken sie um 6,2%. Durch steuerliche Effekte stiegen die Nettolöhne im gleichen Zeitraum um 7,7%, die Realeinkommen – rein statistisch – um 1,9%, bei einer veranschlagten Jahresinflation von 5,7%. Nach dieser Rechnung mussten die Angestellten des öffentlichen Dienstes jedoch Realeinkommensverluste von ca. 4-5% hinnehmen.

Im April wird es wieder eine Verzerrung der Statstik durch Zulagenauszahlungen im öffentlichen Dienst kommen. Volkswirte messen den Lohnstatistiken in Ungarn ohnehin nur geringe Aussagekraft über die Kaufkraftentwicklung zu. Zum einen, weil nur rund 54% der arbeitsfähigen Bevölkerung offiziell beschäftigt und damit statistisch erfasst sind, zum zweiten, weil es in Ungarn sehr viel Scheinselbständigkeit (Stichwort Putzfrauen-Bt´s) gibt, die über die Einkommenssteuer veranlagen und zum dritten, weil die Grau-, Schatten- und Schwarzwirtschaft ein nicht zu unterschätzender, aber auch kaum zu erfassender Wirtschaftszweig im Lande ist.

Osteuropa-Immobilienmesse in Wien

21.04.2010 · Wirtschaft

Osteuropa-Immobilienmesse in Wien

Vom 18. bis 20. Mai 2010 findet in der Messe Wien wieder die „Real Vienna“ statt. Die Immobilienfachmesse hat ihren Schwerpunkt auf die Länder in den CEE/SEE-Regionen (Zentral-, Südost- und Osteuropa) und hofft, Impulse für eine Erholung auf dem vielfältig krisengeschüttelten Immobilienmarkt in Osteuropa setzen zu können. „Nach den massiven Einbrüchen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich die Immobilienmärkte in Südost- und Zentralosteuropa in den vergangenen Monaten stabilisiert, derzeit ist ein leichter Aufwind zu spüren“, will Matthias Limbeck, themenverantwortlicher Geschäftsführer beim Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien, erkennen. „Die Nachfrage nach Immobilienprojekten in diesen Regionen steigt langsam, wenn auch verhalten.“

Erstmals wird es auf der Real Vienna eine „Eco Energo“-Zone geben. In diesem als Kompetenz-Center angelegten Bereich treffen Standortanbieter und –Entwickler auf Unternehmen aus der Bauwirtschaft und Technologieanbieter und präsentieren Projekte rund um das Thema erneuerbare Energien.

Infos zu weiteren Programmen, Terminen und Eintritt:

www.realvienna.at

Ungarische Finanzaufsicht bestraft Deutsche Bank wegen Spekulation gegen den Forint

23.04.2010 · Wirtschaft

Die ungarische Finanzmarktaufsicht PSZÁF gab am Donnerstag die Verhängung einer Strafe von 90 Millionen Forint (ca. 340.000 EUR) gegen die Deutsche Bank AG London bekannt. Der Grund für die Sanktion sei die gezielte Spekulation gegen den ungarischen Forint im Oktober 2008, die ein Mitgrund für den rasanten Verfall der Währung gewesen sei, der Ungarn an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geführt hat. Konkret geht es um eine – aus Sicht der Finanzaufsicht – überdimensionalen Absicherung gegen Währungsverluste, durch sogenannte Forex swaps. Nach Auffassung der PSZÁF habe die Aufstellung dieser swaps anderen Playern ein Marktsignal gegeben, Forint in großem Stile abzustoßen, was zu einer Kettenreaktion führte. Dieses Vorgehen sei marktverzerrend gewesen. Die Deutsche Bank argumentiert hingegen damit, dass ihre Maßnahmen aufgrund des unsicheren Marktumfeldes berechtigt waren. PSZÁF rechnete der Bank bei der Berechnung der höhe der Strafe ihre Kooperationsbereitschaft an. Es besteht die Möglichkeit der gerichtlichen Beieinspruchung der Strafe.

Honigproduktion in Ungarn rückläufig

23.04.2010 · Nachrichten

Auch die ungarischen Bienen waren im Krisenjahr nicht ganz so fleißig wie im Jahr zuvor. 2009 dürfte die Produktion von Bienenhonig auf max. 23.000 Tonnen von zuvor 28.000 gesunken sein. Der Vorsitzende der Vereinigung der ungarischen Bienenzüchter, Péter Bross machte für den Produktioneinbruch aber vor allem einen Kälteeinbruch im Frühjhar veranwtwortlich als eine Absatzkrise. Die Zahl der Bienenstöcke sei, im Unterschied zu vielen anderen Ländern, nicht so stark eingebrochen. 15.400 Tonnen Honig hat man im letzten Jahr exportiert, ein Rückgang von fast 40% gegenüber 2008 (25.500 t) und der niedrigste Wert seit fünf Jahren. Importiert wurden nur noch 460 Tonnen. Der durchschnittliche Honigkonsum in Ungarn liegt derzeit bei 0,5 Kilogramm pro Kopf und Jahr, das EU-Mittel liegt 200 Gramm darüber.

Nordsee eröffnet zweiten Standort in Budapest

23.04.2010 · Nachrichten

Der deutsche Systemgastronom Nordsee wird in einigen Tagen sein zweites Restaurant in Ungarn eröffnen. Das teilte der Geschäftsführer der Firma Mafish mit, die in Ungarn die Franchise-Rechte an Nordsee inne hat. Vor anderthalb Jahren eröffnete Nordsee sein erstes Lokal im West End City Center, das zweite wird sich in der Hauptflanier und -touristenmeile Váci utca befinden. Die genauen Investitionskosten wollte der Manager nicht beziffern, man dürfte aber von mehreren hundert Millionen Forint ausgehen. Mit der ersten Filiale will man 2010 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr, der bei etwas mehr als 100 Mio Forint lag, verdreifachen. Am Ende des Jahres soll ein drittes Nordsee-Lokal in Budapest hinzukommen. Wikinger kommen an die Donau zurück (Apr 2008)

In einer zweiten Welle versucht es die Fischspezialitätenkette NORDSEE ein weiteres Mal in Ungarn

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