(c) Pester Lloyd / 19 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Ungarischer Sprudel nach China und Thailand Der ungarische Mineralwasserhersteller Ave hat den Sprun
11.05.2010 · Nachrichten
Ungarischer Sprudel nach China und Thailand Der ungarische Mineralwasserhersteller Ave hat den Sprung auf den chinesischen Markt geschafft. Verkaufsdirektor Béla Nagy freut sich, endlich alle notwendigen Genehmigungen für die Einfuhr einer ersten Lieferungis von 36.000 Flaschen in den Hafen von Tianjin (Peking) erhaltne zu haben. Das Unternehmen erhofft sich, in diesem Jahr insgesamt rund 2-3 Millionen Flaschen in China absetzen zu können und den Export binnen drei Jahren auf zehn Millionen Flaschen zu steigern. Auch in Thailand stehe man kurz vor einem Vertragsabschluss.
Tag der Chancengleichheit in Budapest
11.05.2010 · Nachrichten
Tag der Chancengleichheit in Budapest
Eine Vielzahl an Vereinen und Interessengruppen aus allen Bereichen der ungarischen Gesellschaft lud am 8. Mai zum Tag der Chancengleichheit in den Millenáris Park. Ziel war, neben friedlichem Protest gegen Ungleichbehandlung benachteiligter Menschen im gesellschaftlichen Leben, auch die Information über die Aktivitäten verschiedenster Organisationen und Verbände. Dass Diskriminierung viele Gesichter haben kann, zeigte sich den in großer Zahl erschienenen Besuchern an vielen Informationsständen. Sowohl Gewerkschaften, Behindertenverbände, als auch Vertreter der Roma und kirchliche Vereine waren gekommen um sich für ein vorurteilsfreies Ungarn einzusetzen. Von der EU-Kampagne „For Diversity Against Discrimination“ (Für Vielfalt gegen Diskriminierung) initiiert, lag das Anliegen des Tages jedoch auch darin, die Unterschiedlichkeit der Menschen als Bereicherung eine jeden Gesellschaft anzuerkennen und sie nicht einfach nur totzuschweigen. Musikalisch begleitet wurde der Tag unter anderem von der Budapest Klezmer Band und dem Szakcsi Lakatos Béla Trió. Weitere Informationen zur Kampagne unter www.stop-discrimination.info
McDonald´s Ungarn verlor Kundschaft und Gewinn
11.05.2010 · Nachrichten
McDonald´s Ungarn verlor Kundschaft und Gewinn
Die Fast-Food-Kette McDonald´s machte 2009 in Ungarn einen Umsatz von 37,4 Milliarden Forint (136,2 Mio EUR), 3,3% weniger als 2008. Im Marktsegment Fast Food hält das Unternehmen einen Marktanteil von 14,3%. Das teilt das ungarische Tochterunternehmen von McDonald´s (McDonald’s Magyarországi Étterem Hálózat) in einer Aussendung mit. Der operative Gewinn (also vor Steuern etc.) aller 100 „Restaurants“ und 22 McCafés zusammen betrug 977, gegenüber noch 1,54 Milliarden 2008, wofür man vor allem „externe Faktoren“ wir Umrechnungskurse verantwortlich macht. Die Zahl der Gäste ging von 79 auf 77,6 Mio zurück. Rund 2,3 Milliarden Forint habe man 2009 aus eigenen Ressourcen investiert, überwiegend in den Aus- und Umbau bestehender Restaurants, es gab nur einen Neuzugang im letzten Jahr, 2008 waren es noch fünf neue Restaurants und acht McCafes. Die Hälfte der in Ungarn operierenden Restaurants gehören direkt der Tochergesellschaft, die andere Hälfte arbeitet über Franchise-Verträge.
Ex-Bürgermeister von Pécs verstorben
11.05.2010 · Nachrichten
Ex-Bürgermeister von Pécs verstorben
Der ehemalige Bürgermeister von Pécs und Parlamentsabgeordnete der Sozialistischen Partei MSZP, László Toller, verstarb am Montag im Alter von 59 Jahren. Er wurde 2006 auf dem Weg nach Hause in einen schweren Verkehrsunfall unweit der südungarischen Stadt Dombovár verwickelt, bei dem er sich schwerste Kopfverletzungen zuzog. Sein Fahrer kam nach einem riskanten Überholmanöver von der Straße ab, nach dem er einem Frontalzusammenstoss mit letzter Not ausgewichen war. Das Auto raste mit überhöhter Geschwindigkeit eine Böschung hinab, weder Fahrer noch Passagier waren angeschnallt. Seit dem Unfall lag Toller im Koma. Toller, seit dieser Zeit Ehrenbürgermeister der Stadt, wird das Verdienst zugerechnet, Pécs zur Ehre der Kulturhauptstadt 2010 geführt zu haben. Er war außerdem einer der Unterstützer von Ferenc Gyurcsány auf dessen Weg zum Amt des Ministerpräsidenten.
Wahlergebnis in Ungarn amtlich, erste Parlamentssitzung am Freitag
11.05.2010 · Nachrichten
Wahlergebnis in Ungarn amtlich, erste Parlamentssitzung am Freitag
Am Montag, 10. Mai, lief die Einspruchsfrist gegen das Wahlergebnis der ungarischen Parlamentswahlen vom 11. und 25. April ab, womit das Wahlergebnis nun rechtskräftig und nicht mehr anfechtbar ist. Es lautet nach Mandaten: 263 für die Nationalkonservativen von Fidesz-KDNP, fünf mehr als für eine Zweidrittelmehrheit nötig. 59 Sitze gehen an die ungarischen Sozialisten, MSZP, die damit 125 Sitze verlieren. Neu im Parlament sind die rechtsextremistische Partei Jobbik mit 47 Mandaten und die grün-liberale LMP mit 16 Sitzen. Ein Mandat geht an einen von Jobbik unterstützten ehemaligen Fidesz-Kandidaten, der als „Unabhängiger“ ins Parlament einzieht. Wie erwartet, hat Staatspsräsident László Sólyom die konstituierende Sitzung des neugewählten Parlaments auf Freitag, 14. Mai angesetzt.
Orbán: Polizei in jedes ungarische Dorf
12.05.2010 · Nachrichten
Orbán: Polizei in jedes ungarische Dorf
Der designierte ungarische Ministerpräsident, Viktor Orbán, reist gerade auf einer Art „Zuhör-Tour“ durch das Land, dass er mindestens in den nächsten vier Jahren regieren wird. Im durch Armut und ethnische Spannungen gekennzeichneten Nordosten des Landes, gab er ein Statement zur angekündigten Law-and-Order-Politik ab. Er versprach, binnen kürzester Zeit dafür zu sorgen, dass es in jedem ungarischen Dorf eine Polizeipräsenz gibt. Das Geld werde von nun an nur noch für Recht und Ordnung ausgegeben. Seine Regierung wird binnen zwei Wochen voll handlungsfähig stehen, spürbare Veränderungen werden bald sichtbar werden, sagte Orbán auf der Veranstaltung, die mit viel patriotischem Gestus abgehalten wurde. Viktor Orbán auf Zuhörtour. Foto: fidesz.hu
Neben der wohl zuerst eher subjektiv wahrgenommenen Steigerung der Sicherheit, nimmt Orbán mit diesem taktischen Schachzug Druck von der rechten Flanke. Eine zentrale Forderung der rechtsextremen Partei Jobbik, die mit knapp 17% ins Parlament eingezogen ist, war die Wiedereinführung einer ländlichen Gendarmerie gegen “die Zigeunerkriminalität”. Eine solche Gendarmerie war in den Dreißiger Jahren ein Sammelbecken der faschistischen Pfeilkreuzler.
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